In den kommenden fünf Wochen werden unsere Ressorts Ihnen einen Einblick in unsere Arbeit gewähren und die Meinung der Jungen Gerlinger präsentieren.

Die schuldenfreien Jahre unserer Stadt sind längst vorbei. Am Ende des Jahres wird Gerlingen mit rund 10 Mio. Euro verschuldet sein. Nach weiteren Darlehensaufnahmen in den kommenden drei Jahren bedeutet dies 2017 einen Schuldenberg in Höhe von 30 Mio. Euro. Millionenschwere Zinszahlungen werden den Haushaltsausgleich in Zukunft weiter erschweren. Es gilt, sich dieser ernsten finanziellen Lage und ihrer Folgen bewusst zu werden. Die Schuldenlast muss so gering wie möglich gehalten, der Haushalt muss konsolidiert werden. Dies kann zum Beispiel durch die Generierung von Mehreinnahmen geschehen:
Hierfür scheint eine Erhöhung der Hebesätze möglich, die wir jedoch aus sachlichen, nicht populistischen Gründen, deren Aufzählung die Länge des Artikels sprengen würde, ablehnen. Mehreinnahmen können aber auch durch die Ansiedlung von neuem Gewerbe erzielt werden. Das geplante Baugebiet Bruhweg II beinhaltet im Gegensatz zum Baugebiet Leonberger Weg West auch Gewerbeflächen. Unter anderem deswegen sind wir der Ansicht, dass die Priorität zwischen den zwei Baugebieten eindeutig auf das Baugebiet Bruhweg II gelegt werden muss.

Anderweitig können allerdings auch Ausgaben reduziert werden: Geplante Investitionen wie die Sanierung der Realschule sind allerdings dringend notwendig und bieten kaum Einsparmöglichkeiten. Jedoch sollten wir unsere Gerlinger Ansprüche der aktuellen Situation anpassen. So sind wir Jungen Gerlinger der Ansicht, dass jährliche Ausgaben in Höhe von 65.000 Euro für die Bepflanzung von Blumenbeeten etwas geringer und sparsamer ausfallen könnten, winterfeste und mehrjährige Bepflanzungen sind eine preiswerte Alternative. Einen anderen Sparansatz stellt der geplante Kreisverkehr in der Leonberger Straße dar. Die Verkehrssituation rechtfertigt diesen teuren Neubau unserer Ansicht nach nicht.

Die zukunftsorientierte Wirtschafts- und Finanzpolitik der Jungen Gerlinger liegt keinesfalls nur im Interesse der jüngeren Generation. Im Gegenteil: Von einem möglichst ausgeglichenem Haushalt profitieren alle. Wir wollen Einschränkungen im Bürgerservice unserer Stadt vermeiden und setzten uns deshalb dafür ein, den Schuldenberg nicht über das geplante Maß hinaus größer werden zu lassen. Unser Ziel: Die vorgesehenen Kredite nicht in vollem Umfang aufnehmen zu müssen.

Für das Ressort Wirtschaft und Finanzen, Manuel Reichert