In den kommenden drei Wochen werden unsere Ressorts Ihnen einen Einblick in unsere Arbeit gewähren und die Meinung der Jungen Gerlinger präsentieren.

Mit rund 750 ha Waldbestand hat Gerlingen nicht nur ein unbezahlbares Naherholungsgebiet sondern auch eine hohe ökologische Verantwortung. Noch immer sind in einigen Bereichen des Gerlinger Waldes die Sturmschäden aus dem Lotharjahr 1999 sichtbar. Die städtischen Maßnahmen zur Aufforstung greifen nur partiell. Grund hierfür ist – gemäß Verbissgutachten – der hohe Wildbestand im Gerlinger Wald. Mit der Neuverpachtung der Gerlinger Jagd wurde jedoch auf konkrete Abschusszahlen und Alternativkonzepte, wie die Vergabe von Jagdscheinen in Teilbereichen, bewusst verzichtet. Nun liegt es allein in der Hand der Jagdpächter in den nächsten neun Jahren den Wildbestand zu stabilisieren und bewusst Jagdscheine zu vergeben. Waidmannsheil!

Mit 400.000 Euro ist die Sanierung des Breiwiesensees kein kleiner Posten im Haushaltsplan. Bei der Materialwahl sollte hier vor allem auf Funktionalität und Langlebigkeit geachtet werden. Ein konkretes Beispiel: Die Art des Holzes für die angedachten Holzdecks am Ufer. Ob die geplante Verbindung zwischen Halbinsel und Uferbereich realisierbar ist, steht momentan aus Sicherheitsgründen noch in den Sternen. Alles in allem stellt die Sanierung sicherlich ein optisches Highlight im gewohnten „Gerlinger Standard“ dar. In Hinblick auf die knappe Finanzlage haben wir uns allerdings für die Kostengrenze in Höhe von 400.000 Euro eingesetzt und favorisierten auch keine zeitweise angedachte teure Fontäne. Wir sind der Meinung: Die Situation des Breitwiesensees gehört dringend verbessert und die Sanierungsmaßnahmen sollten nun im geplanten Maße durchgeführt werden. Weitere Kostensteigerungen oder Verbesserungen sehen wir allerdings als nicht notwendig an. Das Geld wird eben auch an anderer Stelle gebraucht.

Für das Ressort Umwelt und Ökologie, Benjamin Weidle