In den kommenden zwei Wochen werden unsere Ressorts Ihnen einen Einblick in unsere Arbeit gewähren und die Meinung der Jungen Gerlinger präsentieren.

 

Die Volksbank Strohgäu plant eine Veränderung ihrer Filiale am Rathausplatz. Eine Sanierung sei keine Option, ein Neubau notwendig. In Anbetracht der Möglichkeiten, die ein Neubau hinsichtlich von Energieeffizienz und Barrierefreiheit sowie der Gestaltung des Rathausplatzes bietet, steht die Sanierung in einem gesunden Verhältnis zu den durch die Bauarbeiten entstehenden, Beeinträchtigungen. Die Jungen Gerlinger begrüßen daher die Initiative der Volksbank und hoffen auf eine verantwortungsvolle Umsetzung. Hoffnung macht uns bereits der offene Umgang mit dem Projekt.

Der konkrete Entwurf der Volksbank ist allerdings kritisch zu betrachten. Ein Vorrücken des Gebäudes bis an die Unterkante der Treppe verkleinert nicht nur die Nutzfläche des Rathausplatzes sondern lässt auch die Treppe als eines der wenigen auffälligen Gestaltungselemente wegfallen. Weiter stellt sich die Frage, ob die Gerlinger wirklich bereit sind, sich schon wieder von Teilen des kostspieligen neuen Bodenbelages zu trennen.

Durch die bei der Bürgerversammlung geäußerten Bedenken sehen wir uns in unserer Position bestärkt und bestätigt. Unser Wunsch ist es, dass eine mögliche Drittnutzung von Büroräumen hinten angestellt wird und die Bank bedarfsgerecht plant, sodass schlussendlich eine Lösung realisiert wird, die sparsam mit unserem wertvollen Platz im Stadtkern umgeht und dessen Architektur würdigt. Damit am Ende wirklich die Bürger die „Gewinner des Neubaus“ sind, sollte bei der Planung auch die Belebung des Rathausplatzes beachtet werden. Daher kann ein ersatzloser Wegfall der Treppe keine ernstzunehmende Lösung darstellen. Denn wo, wenn nicht dort, setzt man sich sonst noch auf den Rathausplatz um sein Eis zu genießen?

Sollte es Pläne zur Drittnutzung im Erdgeschoss geben, so sollten diese im Sinne der Bürger gestaltet sein. Es hat sich gezeigt, dass insbesondere ein Café als Aufwertung des Rathausplatzes empfunden werden könnte, um dessenwillen sich die Gerlinger auf die Strapazen einer mehrjährigen Baustelle oder anderer Kompromisse einlassen würden.

Zuletzt bleibt uns noch, die Volksbank Strohgäu für die offene Führung des Diskurses zu loben und sie dazu zu ermutigen diesen – nicht ganz barrierefreien – Weg weiter zu gehen.

 

Für das Ressort Bauen und Wohnen: Philipp Stürmer