Bereits drei Kerzen leuchten auf dem Adventskranz und nach und nach erhöht sich der Druck, alle Vorbereitungen für das Fest zu treffen.  Wenn man dann durch die Straßen läuft und seine letzten Weihnachtsbesorgungen macht, riecht es nach Glühwein, Punsch und leckeren Plätzchen. Bei dem ein oder anderen vielleicht sogar nach Bratapfel. Schön goldbraun gebacken mit Zimt, Mandeln, Vanillesauce und je nach Geschmack auch noch mit Rosinen. Und natürlich mit der wichtigsten und namensgebenden Zutat: dem Apfel. Am besten eignen sich dafür natürlich die aus dem eigenen Garten. Leider hat aber nicht jeder einen eigenen Apfelbaum, geschweige denn, einen eigenen Garten. Muss man also in diesem Fall die Äpfel kaufen?

Nicht zwingend. Es gibt noch eine weitere Möglichkeit: Wenn man im Spätsommer und im Herbst über die Gerlinger Wiesen läuft, sieht man oft prallgefüllte Apfelbäume, die nicht abgeerntet werden. Die Besitzer der Bäume haben vielleicht keine Zeit sich darum zu kümmern oder wissen einfach nicht, was sie mit der großen Menge an Äpfeln anfangen sollen. Eigentlich schade, dass manche Leute im Supermarkt importierte Äpfel aus Neuseeland kaufen, während nur ein paar hundert Meter entfernt regionale Bio-Äpfel auf dem Boden vor sich hin faulen.
Dies zu ändern liegt in der Verantwortung der Baumbesitzer. Wenn Sie sich also gerade angesprochen fühlen, weil bei Ihnen dieses Jahr vielleicht viele Äpfel hängen und liegen geblieben sind, dann machen Sie doch nächstes Jahr etwas daraus: Laden Sie Ihre Nachbarn, Freunde, Verwandten und Kollegen zum Apfelpflücken ein. Oder noch besser: Veranstalten Sie doch gleich ein ganzes Apfelfest mit Ihren Liebsten. Eine klassische Win-Win Situation. Ihre Gäste freuen sich über das Obst und Sie müssen sich keine Sorgen um die herabfallenden Früchte machen. Mit Sicherheit bekommen Sie als Dankeschön auch etwas selbstgemachten Apfelkuchen, Apfelmus oder Apfelsaft zurück. Denn nicht nur an Weihnachten geht es um die Gemeinschaft und geselliges Beisammensein!

Lukas Kuntz