Das Jahr 2020 wird wohl als das „Corona-Jahr“ in die Geschichtsbücher eingehen, und das zu Recht. Wir könnten hier einen brandaktuellen Artikel über die derzeitigen Maßnahmen oder Infektionszahlen schreiben. Allerdings ist 2020 trotz allem noch vieles mehr passiert, das wir hier beleuchten wollen. Ganz ausklammern kann man Corona dabei nicht, aber wir geben unser bestes, es nur am Rande zu erwähnen…

Das Jahr begann mit der Verabschiedung von Bürgermeister Brenner. Bei diesem besonderen Neujahrsempfang war die Stadthalle noch praller gefüllt als sonst. Es fühlt sich seltsam an, an diesen Tag zurückzudenken, der gefühlt noch in einer anderen Welt stattfand. Der (inzwischen gar nicht mehr so) neue Bürgermeister, Dirk Oestringer, durfte sich noch einige Wochen mit dem Tagesgeschäft auseinandersetzen, z.B. im Februar mit den ersten Ideen zum neuen Platz am Träuble-Kreisverkehr. Bei der Edeka-Eröffnung im März war die Stimmung bereits zurückhaltender und verunsicherter – und dann war auch schon Krisen-Modus angesagt.

Bei uns Jungen Gerlingern folgte daher eine Phase der Online-Arbeit, in der wir viel dazugelernt und unser Methoden-Repertoire erweitert haben. Trotzdem freuten wir uns sehr, dass es  im Juli möglich war, eine interne Klausur durchzuführen. Dabei setzten wir uns insbesondere mit den städtischen Finanzen und mit dem geplanten Mobilitätskonzept für Gerlingen auseinander.

A propos Mobilität: Ein Highlight des Jahres 2020 war definitiv das Stadtradeln im Juli. Über 100.000km legten die Gerlinger*innen zurück und auch unsere Fraktion war fleißig mit dabei. Wir hoffen auf eine Wiederholung im kommenden Jahr!

Nach der Sommerpause machten wir uns dann auf die Suche nach neuen Wegen, um Kommunalpolitik erleb- und nahbar zu machen. Mit KomPod starteten wir den ersten Podcast zur Gerlinger Kommunalpolitik. Vier Folgen sind bereits erschienen – alle Infos dazu gibt es auf unserer Homepage www.junge-gerlinger.de. Im nächsten Jahr wird es übrigens eine Podcast-Folge zum Neubaugebiet Bruhweg II geben, seien Sie gespannt!

Im Herbst hielten uns dann die Diskussionen über die städtischen Finanzen auf Trab. Mit unserem kritischen Blick auf alle Einnahmen und Ausgaben konnten wir einen Beitrag zum Konsolidierungsprozess leisten. Das wird auch 2021 wieder notwendig sein und uns viele Stunden Arbeit kosten.

Bei alldem darf man die laufenden Projekte nicht vergessen: scheinbar „nebenbei“ verschwand ein Großteil der alten Realschule und die Turnhalle im Breitwiesen wuchs langsam aber sicher. Projekte, die nicht nur laufend Geld sondern auch viel Arbeitskraft kosten – und das, neben der dauerhaften Zusatzbelastung durch das Krisenmanagement. In der anstehenden Weihnachtspause kann nun hoffentlich auch die Stadtverwaltung etwas entspannen.

All unsere GAZ-Artikel aus diesem bewegten Jahr können Sie unter https://www.junge-gerlinger.de/beitraege/ nochmal nachlesen.

Wir danken Ihnen für den lebendigen, aktiven und positiven Austausch 2020, wünschen wundervolle Weihnachten und einen guten und gesunden Start ins Jahr 2021.

Für die Jungen Gerlinger
Judith Stürmer