Was wird denn da gemalt und geschrieben? Fleißig wie wir sind, haben wir gestern mal wieder einen vollen Arbeitstag gehabt!

Vormittags ging es intern in Kleingruppen los und die Köpfe rauchten…Jugendhaus, Wohnen in WGs, interne Organisation, nichts war sicher oder blieb unhinterfragt.

Nachmittags bekamen wir dann Besuch. Zwei der Kandidat*innen für die Bürgermeisterwahl, Dirk Oestringer – Bürgermeister für Gerlingen sowie Martina Koch-Haßdenteufel, waren im Vorfeld auf uns zugekommen und hatten um einen Termin gebeten. Diesem Wunsch kamen wir gerne nach und verbrachten einen spannenden Nachmittag. Bei einer Vorstellung der kreativen Art lernten wir die beiden besser kennen und kamen in einen regen Austausch.

Ein rundum erfolgreicher Tag, der uns sicherlich weit über den Jahreswechsel hinaus Schwung geben wird 🙂

Im Frühjahr dieses Jahres stellte der Jugendgemeinderat zusammen mit der CDU-Fraktion einen Antrag auf Einrichtung eines Treffpunktes für Jugendliche. Hierüber berichteten wir bereits im Gerlinger Anzeiger am 05.April. Der angedachte Standort ist zwischen der Pump Tack Bahn und dem Autohaus Maier.

Am 08.10.2019 fand hierzu eine Anwohnerinformationsveranstaltung statt. Seitens der Stadtverwaltung wurde klargestellt, dass es noch keine konkreten Pläne gibt, vielmehr startete der Planungsprozess an diesem Tag mit den Anregungen der Anwohner und Gäste des Infoabends.

Die Antragsteller denken an einen aus Schallschutzgründen zum Autohaus Maier (und zur dahinterliegenden Wohnbebauung) geschlossenen und zur Pump Track Bahn geöffneten Pavillon, ausgestattet mit Sitzgelegenheiten für bis zu 15 Personen. In der genaueren Planung, d. h. Material, Größe, Gestaltung des Umfeldes (Mülleimer, Beleuchtung, Zugangswege), etc. sollen nun die Anmerkungen des Infoabends berücksichtigt werden.

Dass der Bedarf und langjährige Wunsch für einen zentrumsnahen Treffpunkt für Jugendliche besteht ging eindeutig aus der Umfrage im Zuge des integrierten Stadtentwicklungsprozesses (ISEK) hervor. Den angedachten Standort zwischen der Pump Tack Bahn und dem Autohaus Maier halten wir für geeignet, da einerseits während der Öffnungszeiten des Jugendhauses das Jugendhauspersonal einen Blick auf ihn hat; andererseits profitieren von einem überdachten Treffpunkt an dieser Stelle auch viele andere Bevölkerungsgruppen wie z. B. Eltern, die sich während ihre Kinder auf der Pumptrack Bahn Fahrrad fahren, über eine schattige Sitzgelegenheit freuen. Somit soll – und das ist sowohl den Antragstellern als auch uns wichtig – der neue Platz kein reiner Treffpunkt für Jugendliche, sondern einer für alle Gerlinger*innen sein.

Besonders erfreut uns an dem Treffpunkt, dass die Initiative vom Jugendgemeinderat kommt. Wir haben in Gerlingen sehr viele engagierte junge Menschen, worauf wir stolz sein können. Ein von Jugendlichen selbst mitgestalteter Platz erhöht die Sorgfalt im Umgang. Durch die frühe Zusammenarbeit von Anwohner*innen und Nutzer*innen sind wir optimistisch, dass eine rücksichtsvolle Nutzung des Platzes erfolgt.

Dass es leider immer wieder auch zu Fehlverhalten und Vandalismus eines kleinen Teiles der Bevölkerung (wohlgemerkt geht es hier nicht nur um die junge Bevölkerung) kommen wird, lässt sich durch einen solchen Treffpunkt für Jugendliche nicht verhindern. Der Treffpunkt wird diese Situation nicht verschlimmern – im besten Fall ergibt sich durch erhöhte soziale Kontrolle sogar eine Besserung.

Abschließend ist zu sagen, dass wir den Jugendgemeinderat in seinem Vorhaben bekräftigen und unterstützen. Es ist toll zu sehen, wie verantwortungsbewusst er bei seinen Planungen vorgeht und welche Initiative er an den Tag legt. Damit kommt er als Gremium, das die Interessen der Jugendlichen vertreten soll, in vorbildlicher Weise seinem Mandat nach.
Besonders erfreut waren wir auch über die Offenheit und konstruktiven Redebeiträge der Anwohner und Gäste des Informationsabends. Wir sollten uns häufiger begegnen, offen Argumente und Ansichten austauschen und gemeinsam daran arbeiten, unsere Stadt stetig zu verbessern – vielleicht ja schon kommenden Sommer, im dann entstandenen Treffpunkt?
Nachdem die Antragsteller und die Stadt nun in die konkreteren Planungen zur Gestaltung des Treffpunktes gehen, findet im Januar eine weitere Veranstaltung statt. So stellen wir uns gelungene Bürgerbeteiligung vor.

Manuel Reichert

Fast die Hälfte Gerlingens besteht aus Wald. Hier finden Sie eine Karte von „Forst BW“ des Landkreises Ludwigsburg mit spannenden Informationen rund um den Gerlinger Wald und seine Beschaffenheit.

Für eine höhere Auflösung auf die Grafik klicken!

Im Finanz- und Verwaltungsausschuss vom 18.09. wurde über die Ausweisung eines weiteren Waldrefugiums abgestimmt. Ein Waldrefugium – das klingt umweltfreundlich, das klingt nach einer Forderung, die aktueller nicht sein könnte und die die junge Generation in Zeiten von Fridays for future begrüßen sollte.

Wir Junge Gerlinger haben diese Forderung im FVA jedoch bereits zwei Mal abgelehnt und haben diese Meinung auch am 02. Oktober im Gemeinderat vertreten. Warum?

Fangen wir vorne an: Was ist ein Waldrefugium genau?

In einem Waldrefugium wird ein bestimmter Teil des Waldes sich selbst überlassen und kehrt langsam zu seinem ursprünglichen Zustand zurück. Durch diese Maßnahme werden der Stadt Ökopunkte gutgeschrieben, die wir in Zukunft bei anderen Eingriffen in die Natur „einlösen“ können.

Wieso wurde der Standort Esselsklinge ausgewählt?

Das Waldstück an der Esselsklinge ist so gelegen, dass es ohnehin kaum bewirtschaftet werden kann. Derzeit nehmen die Förster nur gelegentlich kleinere Eingriffe vor. Das Waldstück ist einem Refugium, in dem es gar keine Eingriffe mehr geben darf, also ohnehin schon relativ nah.

All das klingt toll – wieso also die Gegenstimmen?

Die Ausweisung des Refugiums würde bedeuten, dass sich in diesem Teil des Waldes eine Monokultur bildet. Die im Gerlinger Wald vorherrschende Buche würde andere Baumarten verdrängen. Dies bedeutet einen Verlust der Biodiversität in diesem Waldgebiet unter dem Flora und Fauna leiden. Ein Mischwald ist für die Bewohner des Waldes sowie andere Pflanzenarten und die Ökologie das Beste – was uns der Gerlinger Förster im Übrigen bereits vor Monaten auf Nachfrage im Finanz- und Verwaltungsausschuss versichert hat.

Die momentan betriebene Minimalbewirtschaftung garantiert, dass nur so viele Eingriffe in das Ökosystem geschehen, wie wirklich notwendig sind, um den Mischwald zu erhalten. Dieses „Refugium light“ ist für den Wald und seine Bewohner die gesündeste und beste Lösung – und daher auch für uns. Für diese Option werden uns zwar keine Ökopunkte zur Verfügung gestellt, aber echte Ökologie sollte dem Gemeinderat wichtiger sein als ein paar Punkte auf dem Ökokonto. Weil unsere Kinder und Enkel nichts davon haben, dass eine Monokultur in den Wald zurückkehrt, verzichten wir auf Symbolpolitik und sprechen uns für die wirklich ökologische Variante aus: Herausnahme aus der Bewirtschaftung mit regulierenden Eingriffen.

„Bopser“, „Breitwiesen“ und „Bruhweg“? Alte Bekannte für Gerlinger*innen. Aber wisst ihr auch wo „Otterngsang“, „Schleckberg“ und „Finstere Kehlen“ zu finden sind? Die Antwort gibts auf dieser tollen Karte des Stadtarchivs. Viel Spaß beim Stöbern!

Wer sich für die Bedeutung der Flurnamen interessiert, kann sich in der Rede des Gerlinger Stadtarchivars Klaus Herrmann darüber informieren. Herzlichen Dank ans Stadtarchiv, dass wir die Rede hier einstellen dürfen!

Das Straßenfestwochenende läutet endgültig das Ende der Sommerpause ein. Bei der Eröffnung war sowohl die gesamte Fraktion als auch viele weitere interessierte Junge Gerlinger mit dabei – ein hervorragendes Fest bei wunderbarem Wetter!

Noch vor den Straßenfest, nach dem wieder massenhaft Sitzungen und Termine anstehen, hatten wir heute eine lange, arbeitsintensive Fraktionssitzung. Voller Motivation geht’s in den Endspurt für 2020. Ab sofort geht’s hier wieder rund und wir versorgen euch fleißig mit Infos!

Nach zwei Wochen Spiel und Spaß für die Kids und die Betreuer ging vergangenen Freitag die Stara zu Ende. Fast 300 Kinder und mehr als 70 ehrenamtliche Helfer sind zusammen auf Ausflüge gegangen, haben gebastelt und gespielt. Mit dabei, wie jedes Jahr, sind auch die Jungen Gerlinger. Drei von vier Gemeinderäten waren unter den Helfern, sowie acht weitere Junge Gerlinger. Mit vielen tollen Erinnerungen heißt es für dieses Jahr Abschied nehmen von der Sommerfreizeit. Wir sehen uns 2020!

 

Der neu gewählte Gemeinderat hat sich im Vergleich zum vorherigen um 13,5% verjüngt. Diese Differenz zum letzten Gremium ist so groß, wie der gesamte Stimmenanteil der CDU/ CSU bei der Europawahl in der Sparte der 18- bis 29-Jährigen. War das letzte Gremium im Schnitt 55,6 Jahre alt, so ist das jetzige 48,1 Jahre alt.

Und das ist bitter notwendig, soll der Gemeinderat als wichtigstes städtisches Gremium doch ein Spiegel der Gerlinger Bürger sein. In Gerlingen ist die Mehrheit der Bevölkerung zwischen 0 und 50.

Doch was heißt dieses „jung sein“?

Es heißt neugierig bleiben, aufgeregt sein vor einer Abstimmung, mitfiebern, nächtelang die wirklich richtige Entscheidung diskutieren, die zur Abstimmung auf die Tagesordnung soll. Jung heißt, wirklich Neues erleben, keinen Wunsch als „schon bekannt“ abtun. Mit Feuereifer bei der Sache um wachzurütteln/ aufmerksam zu machen. Es bedeutet, sich auch mal überraschen zu lassen, weil man noch nicht alles gesehen und gehört hat, weil man Routine nicht zugelassen hat. Junge Gerlinger lieben ihre Stadt so wie sie ist – und planen deswegen, wie sie sich in Zukunft verändern kann.

Wieviel jünger unser Gemeinderat also wirklich geworden ist, wird sich erst in den kommenden fünf Jahren zeigen.

Man spürt es an den Temperaturen – die Sommerpause naht heran. Allerdings mussten unsere neuen Fraktionsmitglieder heute nochmal ran. Neben unterschiedlichen Jahresabschlüssen standen heute noch der Baubeginn der neuen Sporthalle in den Breitwiesen und die Vergabe diverser Bauarbeiten für die Realschule auf der Tagesordnung.

Ab September geht es weiter mit den Sitzungen, dann auch wieder in voller Besetzung!