Tatsächlich – die Liste der Jungen Gerlinger steht fest. In den kommenden Wochen wollen wir ihnen unsere Kandidaten vorstellen. Diese Woche haben wir nachgefragt: Was macht Gerlingen für dich attraktiv?

 

Listenplatz 22: Nino Niechziol, 34 Jahre

-Gerlingen ist zugleich modern/kosmopolitisch und trotzdem beschaulich/behaglich. Ich kann hier vormittags über die Felder laufen und abends in das Stadtleben eintauchen.

-Wir haben überdurchschnittlich engagierte Jugendliche in verschiedensten Organisationen: JGR, Konfus, SJR, Jugendhaus, kath. Jugend, evg. Jugend, CVJM etc.

-Eine gute, konstruktive und kollegiale Arbeit im Gemeinderat wirkt motivierend.

-Gut ausgebauter ÖPNV, den es weiter zu verbessern / attraktiver / günstiger zu gestalten gilt.

 

Listenplatz 21: Rebekka Köhler, 18 Jahre

Für mich offenbart Gerlingen immer wieder großes Potenzial. Gerade die Lage und die diversen Möglichkeiten zum eigenen Engagement machen Gerlingen meiner Meinung nach gerade für die jüngeren Generationen attraktiv. Dazu gehören z.B. das Café Konfus oder Institutionen wie der Stadtjugendring oder der Jugendgemeinderat. Ich freue mich, dass wir so eine gute Basis haben und bin gespannt, inwiefern wir diese ausbauen können.

 

Listenplatz 20 : Florian Schramm, 32 Jahre

-es gibt viele verschiedene Bars / Bistros, so dass es nicht langweilig wird

-Wir haben verschiedene Sportstätten.

-Die Stadt ist sehr familienfreundlich.

-Es gibt verschiedene Möglichkeiten für Kinder/Jugendliche (Jugendhaus, Kirchen, etc.).

-Wir haben eine gute Anbindung nach Stuttgart (z.B. Stadtbahn, Autobahn)

-Es sind viele mittelständische bzw. Kleinbetriebe ansässig.

-Die Vielzahl der städtischen Einrichtungen, wie z.B. Kindergarten, etc.

-Ein Fußballverein: der FC Gerlingen

-Sehr nette junge Leute

 

Listenplatz 19: Simon Rentz, 30 Jahre

Ich bin in Gerlingen aufgewachsen und habe daher die Entwicklung der Stadt über viele Jahre verfolgt. Neben einer zentralen Lage zwischen vielen großen Unternehmen, bietet Gerlingen eine tolle Anbindung zur Straßenbahn und zur Autobahn. Gerlingen ist eine Stadt, in der man sich nach dem stressigen Alltag gut zur Entspannung zurückziehen kann und in der man sich ein Leben über Jahrzehnte sehr gut vorstellen kann.

 

Listenplatz 18: Dennis Hampp, 26 Jahre

Gerlingen bietet eine Vielfalt an Möglichkeiten der Interessens- und Persönlichkeitsverwirklichung, die ihresgleichen sucht. Ein besonderes Highlight für mich ist jedes Jahr das Straßenfest.

Der 13. Januar war ein ereignisreicher Tag für die Gerlingerinnen und Gerlinger: Beim traditionellen Neujahrsempfang in der Stadthalle stimmten uns die Stadtkapelle und die Lukas Voices ins neue Jahr ein. Bürgermeister Brenner zeigte in einer überzeugenden Rede deutlich Haltung gegen rechte und antieuropäische Gedanken und Tendenzen – und schloss mit einem Paukenschlag: Er kündigte an, zum Jahresende in den Ruhestand gehen zu wollen. Logischerweise war diese Neuigkeit das Thema der anschließenden Gespräche. Das gilt natürlich auch für uns Junge Gerlinger – allerdings mussten wir die Gedanken, was (und wen) Gerlingens Zukunft 2020 bringen wird rasch auf einen späteren Augenblick vertagen.

Der Grund dafür: Just an diesem Sonntagnachmittag trafen zahlreiche engagierte junge Bürger*innen zusammen, um die Kandidat*innen für die Kommunalwahl 2019 zu nominieren. Tatsächlich können wir heute daher mit größter Freude und nicht ohne Stolz ankündigen: Die Jungen Gerlinger werden im Mai wieder mit einer vollen Liste antreten! Seit inzwischen zehn Jahren dürfen wir gemeinsam diskutieren, abwägen, rechnen, weiterentwickeln, träumen und gestalten – in erster Linie dank Ihres Vertrauens in uns. Wir haben Spaß an dieser Verantwortung und es ist unser Anliegen, auch weiterhin frischen Wind in den Gerlinger Gemeinderat zu bringen.

In den kommenden Wochen werden Sie nach und nach erfahren, wer unsere Kandidat*innen sind. Wir haben den jungen Damen und Herren Fragen gestellt, damit Sie als Bürger*innen schon mal einen kleinen Einblick bekommen, wer sich für uns zur Wahl stellen wird. Wir freuen uns schon – und wir hoffen, Sie tun es auch!

Judith Stürmer für die Jungen Gerlinger

Diese Frage stellen sich wohl auch die jüngsten Gerlinger unter uns, diejenigen die hier auch noch 2030 und später leben wollen und auch jene, die aus beruflichen Gründen oder für das Studium unsere Stadt verlassen, aber mit ihr dennoch das Gefühl „Heimat“ verbinden.

Was kann man den unterschiedlichen Generationen bieten, damit Gerlingen attraktiv bleibt und man hier sein weiteres Leben verbringen möchte? Sicher zählt dazu nicht nur eine Verbesserung unserer Mobilität und Infrastruktur und die Anpassung an die kommenden Veränderungen des Verkehrsaufkommens. Die Jungen Gerlinger träumen mal wieder ein bisschen – und träumen bedeutet auch, dass wir uns keine Grenzen setzen und unserer Phantasie freien Lauf lassen. Dabei soll man uns nicht falsch verstehen: natürlich leben wir im Hier und Jetzt und stellen uns den Hürden, Aufgaben und Ansprüchen, die sich uns ganz aktuell in der Gemeinde stellen. Doch ab und zu darf man auch mal spinnen und Denkanreize für kommende Jahre schaffen…

Was könnten wir also tun, um Gerlingen mit Aktionen und Angeboten von den anderen Gemeinden abzuheben und damit anspruchsvoll für unsere heutige Jugend zu gestalten?

In unserer Phantasie malen wir uns aus, dass die Gerlinger Bürger gemeinsam beim Public Viewing in der Stadthalle mit dem VfB Stuttgart mitfiebern können, denn in unserem Gerlingen der Zukunft werden Interessensgemeinschaften mehr gemeinsam organisieren und erleben. Nach einem (hoffentlich siegreichen) Spiel kann man auf dem Dach der Stadthalle anstoßen – in der neuen Strandbar Gerlingens! Außerdem stellen wir uns vor, dass Jung und Alt nach langer Pause zusammen das Gerlinger Open Air besuchen, um ihre Leidenschaft für Musik, insbesondere der aus der eigenen Stadt, zu teilen. Denn in unserer Utopie leben Jung und Alt nicht nur in derselben Stadt, sondern auch wirklich zusammen

Wir sind der Meinung, dass ein attraktives Gerlingen der Zukunft nur dann funktioniert, wenn trotz zunehmender Einwohnerzahl das Gemeinschaftsgefühl der Gerlinger bestehen bleibt.  Deshalb setzen wir uns dafür ein, in Gerlingen auch in Zukunft eine große Angebotsvielfalt erhalten zu können, welche uns als Gerlinger zusammenbringt und verbindet – und dafür braucht es manchmal auch große Ideen und Ziele!

Dennis Uhl für die Jungen Gerlinger

Bereits drei Kerzen leuchten auf dem Adventskranz und nach und nach erhöht sich der Druck, alle Vorbereitungen für das Fest zu treffen.  Wenn man dann durch die Straßen läuft und seine letzten Weihnachtsbesorgungen macht, riecht es nach Glühwein, Punsch und leckeren Plätzchen. Bei dem ein oder anderen vielleicht sogar nach Bratapfel. Schön goldbraun gebacken mit Zimt, Mandeln, Vanillesauce und je nach Geschmack auch noch mit Rosinen. Und natürlich mit der wichtigsten und namensgebenden Zutat: dem Apfel. Am besten eignen sich dafür natürlich die aus dem eigenen Garten. Leider hat aber nicht jeder einen eigenen Apfelbaum, geschweige denn, einen eigenen Garten. Muss man also in diesem Fall die Äpfel kaufen?

Nicht zwingend. Es gibt noch eine weitere Möglichkeit: Wenn man im Spätsommer und im Herbst über die Gerlinger Wiesen läuft, sieht man oft prallgefüllte Apfelbäume, die nicht abgeerntet werden. Die Besitzer der Bäume haben vielleicht keine Zeit sich darum zu kümmern oder wissen einfach nicht, was sie mit der großen Menge an Äpfeln anfangen sollen. Eigentlich schade, dass manche Leute im Supermarkt importierte Äpfel aus Neuseeland kaufen, während nur ein paar hundert Meter entfernt regionale Bio-Äpfel auf dem Boden vor sich hin faulen.
Dies zu ändern liegt in der Verantwortung der Baumbesitzer. Wenn Sie sich also gerade angesprochen fühlen, weil bei Ihnen dieses Jahr vielleicht viele Äpfel hängen und liegen geblieben sind, dann machen Sie doch nächstes Jahr etwas daraus: Laden Sie Ihre Nachbarn, Freunde, Verwandten und Kollegen zum Apfelpflücken ein. Oder noch besser: Veranstalten Sie doch gleich ein ganzes Apfelfest mit Ihren Liebsten. Eine klassische Win-Win Situation. Ihre Gäste freuen sich über das Obst und Sie müssen sich keine Sorgen um die herabfallenden Früchte machen. Mit Sicherheit bekommen Sie als Dankeschön auch etwas selbstgemachten Apfelkuchen, Apfelmus oder Apfelsaft zurück. Denn nicht nur an Weihnachten geht es um die Gemeinschaft und geselliges Beisammensein!

Lukas Kuntz

…in der Dunkelheit. Und bringt uns: eine Auszeit. Wie schnell sind sie durch den Dezember gerast? Adventskalender, Adventskranz, Nikolaus, Backen, Jahresabschluss, Weihnachtsgeschenke, Bratenrezepte, Sylvester Pläne und dazwischen noch einen Schnupfen. Zack! Und es ist Januar. Verhindern Sie diesen Marathon: Bleiben Sie daheim, gehen Sie früh zu Bett.
Und: Machen Sie das Licht aus! Käfer, Eulen, Eichhörnchen, Rehe, Meisen, Amseln, Spatzen, Igel, Mäuse, Krähen und Hasen. Sie alle leben mit Ihnen und uns in Gerlingen. Sie alle lieben das Dunkel. Viele von Ihnen brauchen die Dunkelheit zum Jagen. Kleine Tierkinder machen ihre ersten Ausflüge lieber in den Abendstunden. Zudem feiern Tiere auch kein Weihnachten. Sie brauchen keinen leuchtenden Schlitten mit Rentier (wo in Gerlingen lebt dieses noch gleich…) und keine flackernden Lichterketten. Sie brauchen keine Plastikkugeln oder Kunstschnee. Sie brauchen Ruhe und Dunkelheit zum Jagen, zum Spazieren, zum Spielen, zum Sammeln oder zum Schmausen.
Liebe Stadt, liebe Bewohner, liebe Gewerbetreibende,  probieren sie es, drehen Sie ihr Licht  zwischen den Jahren mal mutig um 22 Uhr runter. Die Kaufinteressenten schlafen so spät sowieso schon, die interessierten Bürger finden Schwimmbad, Bücherei und Bürgerbüro auch am nächsten Morgen wieder – und die Tiere danken Ihnen das Ausschalten des Lichts.
Inverstieren Sie ihr gespartes Geld (durch gesparten Strom) in Bienenwachskerzen oder eine Zeitschaltuhr. Es raschelt in den Laubhaufen, es zwitschert beim Lüften und es hoppelt beim Joggen über die Felder: Gerlingen ist eine Stadt voller Natur.

Mit dieser Frage beschäftigte sich in diesem Jahr vor allem die Arbeit für das integrierte Stadtentwicklungskonzept (ISEK), bei der man aktiv an der Entwicklung unserer Stadt mitwirken konnte und kann. Dort wurde die Stadt aus verschiedensten Blickwinkeln neu betrachtet und Bürger bekamen die Möglichkeit, eigene Ideen für die Stadtentwicklung mit einzubringen.

 

Für uns als Junge Gerlinger waren die ISEK Versammlungen ein Anlass, um zu phantasieren und uns Gerlingen in einer entfernten Zukunft vorzustellen. Aber wie sieht diese wohl aus?

 

Wir denken an ein besseres, grüneres Gerlingen. Stellen Sie sich einmal vor, Sie haben samstags den Wochenmarkt auf unserem grün bepflanzten Rathausplatz besucht und wollen mit ihren Einkäufen möglichst bequem nach Hause. Bestellen Sie sich einfach ein Tuk-Tuk an die Haltestelle Ihrer Wahl! Im ökonomischen und nachhaltigen Gerlingen fahren in unserer Kernstadt mittlerweile keine Autos mehr.

Oder Sie steigen in unsere Stadtseilbahn, um schnell und attraktiv auf die Schillerhöhe zu gelangen. In anderen Städten wird ja bereits über solch außergewöhnliche Mobilitätskonzepte diskutiert.  Schließlich war die Anbindung an das Liniennetz der U-Bahn mit der Endhaltestelle, von der wir schnell und bequem mit der U6 nach Stuttgart kommen, vor 1990 auch nur  eine Utopie. Möglicherweise könnten Sie in zehn Jahren aber auch nach einem harten Arbeitstag bei einem erfrischenden Kaltgetränk ihre Füße im Gerlinger Stadtstrand hochlegen?

 

Utopie? Spinnerei? Humbug? Große Ideen werden aus kleinen Gedanken geboren. Wir Junge Gerlinger sind jeglichen Gedankenspielen gegenüber offen gestimmt. All das sind unsere ersten Ansätze zum Thema „Utopien für Gerlingen“. Es hat uns Spaß gemacht, unseren Gedanken freien Lauf zu lassen und der Kreativität keinerlei Grenzen setzen zu müssen. Wie sieht Ihr Gerlingen der Zukunft aus?

 

Interesse geweckt? Fortsetzung folgt am 11.01.2019.

 

Bleiben sie gespannt.

Dennis Uhl

„Nichts Neues von der Petition Jakobstrasse“ ließ Bürgermeister Brenner in der öffentlichen Gemeinderatssitzung am 21.11.2018 verlauten. „Solange diese läuft, dürfen keine Fakten geschaffen werden.“ Ohnehin wird Stadt, Gemeinderat und Bürgern nur das Ergebnis der Beratungen mitgeteilt. Wie die Entscheidung zustande kam, werden wir nicht erfahren – denn der zuständige Petitionsausschuss tagt unter Ausschluss der Öffentlichkeit.

 

Mit 18 Meter Durchmesser wird der  geplante Kreisverkehr vor dem entstehenden Träuble-Areal an der Lammkreuzung ziemlich klein ausfallen. Hier rollen – gemäß Ingenieurbüro Karajan – im Jahr 2030 zu Spitzenzeiten über 1.600 Fahrzeuge in der Stunde, darunter auch diverse LKW-Anlieferungen, welche über die schmale Eltinger Straße erfolgen werden.

 

Die Stadt Gerlingen hat durch das Büro Karajan zwei Varianten eines Kreisverkehrs planen lassen. Eine drei-armige Variante (ohne Anbindung der Jakobstraße), sowie eine vier-armige, welcher das Regierungspräsidium Stuttgart aus Sicherheitsgründen eine Absage in bester Verwaltungssprache erteilt hat: Neben den „schwierigen Sichtbeziehungen am Nord-Ost-Eck“ fürchtet das Regierungspräsidium „wild querende Passanten“, weist auf die Gefahren bei einer entstehenden „Schleppkurve“ hin.

 

Interessant ist, dass gemäß der „Richtlinien für die Anlage von Stadtstraßen“ (RASt 2012) bei zu erwartendem Schwerverkehr wegen der Lärmentwicklung beim Überfahren der Kreisinsel kein Minikreisverkehr empfohlen wird.

 

Hätte also bei der Erstellung des Bebauungsplans Ditzinger Straße/Hauptstraße im Jahr 2007 bereits ausreichend Platz für einen größeren Kreisverkehr vor dem Träuble Areal eingeplant werden müssen?

 

Hätte bei der Bebauungsplanänderung Ditzinger Straße/Hauptstraße, in der Sitzung des Technischen Ausschusses vom 12.04.2010, auffallen müssen, dass der eingezeichnete Kreisverkehr doch recht knapp bemessen ist und in Richtung des ehemaligen „Lamm“ überhaupt kein Bürgersteig eingezeichnet ist?

 

Würden wir überhaupt über die Anzahl der Arme des Kreisverkehrs diskutieren, wenn es – wie von den Jungen Gerlingern schon am 21.07.2010 gefordert – eine „erneute Untersuchung für die Belieferungszufahrt des Vollsortimenters“ [Protokoll der Gemeinderatssitzung] gegeben hätte?

 

Formulierungen im Konjunktiv bringen uns nicht weiter. Wir sollten aus der Vergangenheit lernen, in der Gegenwart leben und die Zukunft blicken.  Dort erwartet uns die Frage: Wie geht es weiter?

 

Sollte der vier-armige Kreisverkehr kommen, bleibt vorerst alles beim „Alten“. Auf die Außenfläche für die Gaststätte müsste in diesem Fall komplett verzichtet werden.

 

Sollte der drei-armige-Kreisverkehr kommen, sollten wir nicht nur auf die entstehenden Nachteile blicken. Unsere Stadt erhält dann einen zusätzlichen Freiraum zwischen dem Jugendcafé Konfus und der gegenüberliegenden Gaststätte – Raum, der ins Stadtbild eingebunden und genutzt werden möchte. Wir Junge Gerlinger setzen uns in diesem Fall für eine offene Gestaltung der Freifläche ein, die sowohl der Gaststätte, als auch dem angrenzenden Jugendcafé Konfus zur Gute kommt.

 

Stay tuned!

 

Nino Niechziol

Fraktionsvorsitzender der Jungen Gerlinger

Eines Tages bin ich erwachsen und dann weiß ich das auch. Ab diesem Tag treffe ich die richtigen Entscheidungen. Ich weiß dann, was jeden Tag zu kochen ist, besuche Theaterstücke und Jazzkonzerte. Auch kaufe ich meine Klamotten in den richtigen Läden, beim Breuninger oder beim Strauß. Ich lese eine Tageszeitung und weiß Bescheid. Begrüßt werde ich mit „Frau SoundSo“. Natürlich bin ich Mutter. Mit anderen Eltern plaudere ich über die Entwicklung der Kinder, die Lehrer oder die Erzieher. Ich habe ein Auto, eine Garage und eine Versicherung. Mehrere Versicherungen natürlich. Bin ich erwachsen?
Ich bin ge-wachsen: in die Höhe und mit meinen Aufgaben. Aber erwachsen, als das Ende eines Werdens? Nein. Gar nicht.

Ich irre mich noch immer in manchen Einschätzungen der Lage. Ich vergesse es Bücher abzugeben. Mir fehlt eine englische Vokabel. Ich bin aufgeregt vor bestimmten Anlässen. Ich kaufe Joghurt, obwohl welcher im Kühlschrank steht. Ich entdecke Neues. Ich hüpfe vor Freude und rede zu schnell, wenn ich wütend werde.

Deswegen sind wir Junge Gerlinger. Wir sind nicht fertig oder am Ende. Wir sind stets mittendrin. Wir schmunzeln über unsere Anfänge und freuen uns auf neue Herausforderungen. Wir wünschen uns immer neue Gesichter, neue Meinungen und neue Ideen. Wir freuen uns über jeden Stein, den wir nochmals umdrehen und der plötzlich anders aussieht. Wir wollen wachsen. Nur nicht, um etwas Bestimmtes zu werden. Und schon gar nicht, um fertig zu sein.

E.M.S.

Mit dieser und vielen, vielen weiteren Fragen begann das Klausurwochenende der Jungen Gerlinger am 05.Oktober. Los ging es mit wilden Gedankenspielen – alles war erlaubt, es gab kein „zu verrückt“ und kein „zu banal“. Was ist deine Utopie für Gerlingen? Was darf Gerlingen (nicht)?

Am Samstag früh gab es für die besonders Motivierten unter uns eine Yoga-Einheit, so dass wir frisch und inspiriert in die weitere Arbeit starteten. Wir warfen kritische Blicke auf aktuelle und zukünftige Projekte, Entwürfe und Pläne – aber auch auf uns selbst. Wie bewerten wir unsere Kommunikation, sowohl intern als auch nach außen? Wo konnten wir in der Arbeit im Gemeinderat bislang wichtige Impulse setzen und wo ist uns das nicht gelungen? Was sind die Gründe dafür? Gibt es Themen, die uns wichtig waren, die wir aber aus den Augen verloren haben? Wie können wir unsere Forderungen und Wünsche mit einem verantwortungsbewussten Umgang mit Finanzen und Ressourcen vereinen? Sich selbst aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten und zu kritisieren ist zwar phasenweise nicht einfach, aber dringend notwendig, wenn man sich weiterentwickeln möchte – und wer diese Anforderung an Gerlingen stellt, muss sich auch selbst daran messen.

Wieder einmal war es beeindruckend zu sehen, wie groß das Interesse junger Menschen an der Gerlinger Kommunalpolitik ist – der Wille, das Zusammenleben in unserer Stadt weiterhin aktiv mitzugestalten, ist spürbar groß. Wir danken allen engagierten Jungen Gerlinger*innen für die erfolgreiche Klausur und freuen uns auf die weitere Arbeit!

Aufgrund aktueller Ergebnisse aus der ISEK Bürgerbefragung, dem Fußverkehrscheck, sowie verkehrssicherheitstechnischen Überlegungen, wird die Evaluierung eines Parkraummanagements durch einen externen Partner beantragt.

Ziele:

  • Reduktion von Falschparkern
  • Reduktion von Parksuchverkehr
  • Verbesserung der Verkehrssicherheit
  • Verbesserung der Wohn- und Aufenthaltsqualität

Definition Parkraummanagement:

„Das Parkraummanagement funktioniert nach dem sogenannten Mischprinzip, das heißt, grundsätzlich sind die Parkplätze für alle da. Allerdings ist die Nutzung für Bewohner nach Erwerb eines Bewohnerparkausweises gebührenfrei. Gewerbebetreibende können alternativ eine Ausnahmegenehmigung beantragen. Alle anderen müssen Parkgebühren bezahlen.“

 

Hintergrund:

Im Zuge des städtischen Ziels „Innenverdichtung vor Bebauung Außenbereiche“ zeigen sich mit steigendem PKW-Verkehr diverse „Brennpunkte“. Als Beispiele fungieren hier unter anderem die Straßen Christophstraße, Hofwiesenstraße und Kiefernweg, sowie der Skiclub und das Familienzentrum.

Falschparker und Parksuchverkehr führen sowohl zur Einschränkung der Verkehrssicherheit, als auch zu Einschränkungen in der Wohn- und Aufenthaltsqualität.

 

Jüngste Bürgerbeteiligungen (ISEK Bürgerbefragung: „Parkplatzangebot schlecht“ – Bewertung 2,86 – Gehenbühl 3,04) und Fußverkehrsscheck (Optimierungsbedarf: „Neuorganisation Parkplatzsituation Gehenbühl“) zeigen notwendigen Handlungsbedarf.

Nach einer Untersuchung/Evaluierung durch ein Fachbüro erwarten wir konkrete Handlungsvorschläge ob  – und unter welchen Voraussetzungen – ein Parkraummanagement in der Stadt Gerlingen umsetzbar wäre.

Die zu erwartenden Einnahmen sollen in:

  • den Ausbau der Radwegenetze
  • die Förderung alternativer Mobilitätsansätze/ÖPNV
  • Parkplätze für Elektromobilität

reinvestiert werden.

 

Hinweis: Bei positiven Ergebnissen plädieren wir für einen Modellversuch in den Quartieren Breitwiesen und/oder den Gerteisen.