Die letzte Gemeinderatssitzung des, nicht nur aus kommunalpolitischer Sicht, sehr interessanten Jahres 2020, brachte noch einmal Schwung in das Schaffen der Jungen Gerlinger. Neben dem 25-jährigen Jubiläum des Jugendgemeinderats und der Gestaltung des Platzes am neuen “Lamm-Kreisel”, wurde auch über drei Steuererhöhungen abgestimmt. Eine davon regte in unserer internen Vorberatung einen spannenden Gedankenaustausch an.  

Das Ressort Wirtschaft und Finanzen hatte sich bereits Anfang Dezember darüber Gedanken gemacht, welche Argumente es für oder gegen eine Erhöhung der Hundesteuer gibt.
Ganz klar ist: Die aktuelle Coronapandemie geht nicht spurlos an Gerlingen vorbei. Der kommunale Haushalt leidet sehr darunter und muss nun durch Einsparungen und Mehreinnahmen aufgebessert werden. Dies trifft alle Bereiche der Stadt. Für die Hundehalter*innen kommt somit nun eine Erhöhung von 18 € im Jahr für den Ersthund auf sie zu. Für weitere Hunde 36 € im Jahr. Dies dürfte für einen Großteil der Hundehaltenden kein Problem sein, für andere aber trotzdem wichtiges Geld, dass nun in der Haushaltskasse fehlen wird. Diese Menschen sollten sich nicht die Frage stellen müssen, ob sie sich ihren Hund noch leisten können. Jedoch können Hundehalter*innen nun trotz der Erhöhung der Steuer sogar weniger zahlen als davor. Durch die Absolvierung einer Hundebegleitprüfung oder eines Team Tests bekommt man 25% Steuernachlass. Damit wurde ein guter Kompromiss gefunden.

Für die Jungen Gerlinger  
Lukas Kuntz 
 
An dieser Stelle wollen wir nochmal auf unseren Artikel zum Projekt „TürÖffner“ im Dezember hinweisen. Das Projekt möchte leerstehende Wohnungen wieder einer Vermietung zuführen – sicherlich ein Ziel, das fast alle Gerlinger*innen für erstrebenswert halten. Es macht uns traurig, dass Einzelne dies als Chance sehen, Menschen gegeneinander auszuspielen. Sie können unseren Artikel mit allen relevanten Fakten hier lesen.