Die Themenfelder, mit denen sich der Gemeinderat derzeit beschäftigt, sind vielfältig. Nicht nur Corona hält uns auf Trab, auch die Planung des städtischen Haushalts 2021, der tiefrote Zahlen von in Gerlingen noch nie dagewesener Höhe schreiben wird und dessen Auswirkungen wir alle zu spüren bekommen werden (hierüber werden wir zu gegebener Zeit gesondert berichten) fordert uns.

Einen großen Teil unserer Arbeit nimmt derzeit das Thema Verkehr ein. Beinahe alle Gerlingerinnen und Gerlinger sind von einer der zahlreichen Straßenbaumaßnahmen betroffen, sei es als Anwohner/in oder als Verkehrsteilnehmer, der Umwege wegen Straßensperrungen in Kauf nehmen muss oder unter dem zusätzlichen Verkehr auf den Umleitungsstrecken leidet. Anlass genug für uns, ein Update zu geben, was gerade alles zum Thema Verkehr in der Stadt Gerlingen passiert. Wir beschränken uns dabei auf die wichtigsten bzw. größten Maßnahmen:

  1. Träuble-Kreisel
    Der neue Träuble-Kreisel entsteht, die Bauarbeiten liegen im Zeitplan. Noch dieses Jahr soll er fertig werden. Auch die Sanierung des Straßenabschnitts Leonberger Straße zwischen der Einmündung Hauptstraße / dem neuen Träuble-Kreisel und der Kreuzung Rosen- / Bildstraße soll dieses Jahr noch abgeschlossen werden. Nach Fertigstellung wird der Kreisverkehr und die Leonberger Straße für den Verkehr freigegeben. Die Ein- und Ausfahrt Ditzinger Straße des neuen Kreisverkehrs bleibt vorerst geschlossen, da dann die Ditzinger Straße zwischen der Einmündung Hauptstraße / dem neuen Träuble-Kreisel und dem Kreisverkehr Hofwiesenstraße saniert wird. Die Sanierung soll im Sommer nächsten Jahres abgeschlossen sein, wir Junge Gerlinger wünschen uns für die Ditzinger Straße dann eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 km/h.
  2. Füller-Kreisel
    Der provisorische Füller-Kreisel wird vom Land Baden-Württemberg vollausgebaut. Schon bald wird nichts mehr vom bisherigen umgangssprachlichen Playmobil-Kreisel übrig bleiben, auch hier liegen die Bauarbeiten im Zeitplan. Dass beide Kreisverkehre (Träuble + Füller) zeitgleich hergestellt werden und sich somit der zweifache Umleitungsverkehr seinen Weg durch Gerlingen sucht kann man nicht anders als unglücklich bezeichnen. Dies konnte die Stadt Gerlingen leider nicht verhindern, da sie bei beiden Baustellen nicht selber Straßenbaulast-Träger ist.
  3. Barrierefreier Ausbau von Bushaltestellen
    In Gerlingen gibt es 58 Bushaltestellen. Das Personenbeförderungsgesetz verpflichtet uns, sie alle barrierefrei auszubauen. Drei davon sind bereits barrierefrei ausgebaut. Drei weitere (Hofwiesenstraße Linie 638 in beide Richtungen sowie Hofwiesenstraße Linie 635) werden noch dieses Jahr barrierefrei ausgebaut. 13 Bushaltestellen werden 2021 barrierefrei ausgebaut, 26 in den Jahren 2022-2024. Für den barrierefreien Ausbau der verbleibenden 13 Bushaltestellen ist nicht die Stadt Gerlingen zuständig, sondern der Landkreis Ludwigsburg (bei Kreisstraßen) bzw. das Land Baden-Württemberg (bei Landesstraßen). Der barrierefreie Ausbau aller Bushaltestellen wird die Stadt Gerlingen über 1,2 Mio. € kosten. Übrigens haben wir Junge Gerlinger zum Thema Bushaltestellen angeregt, die Einrichtung einer Bushaltestelle am Träuble-Areal zu prüfen.
  4. Mobilitätskonzept
    Für Gerlingen wird derzeit ein Mobilitätskonzept ausgearbeitet. Darüber hinaus durfte jede im Gemeinderat vertretene Fraktion / Gruppierung Vorschläge einreichen, die schnell und unabhängig vom Mobilitätskonzept umgesetzt werden können. Unsere Vorschläge finden Sie auf unserer Homepage (https://www.junge-gerlinger.de/mobilitaet-ideen/).

Für die Fraktion der Jungen Gerlinger
Manuel Reichert