Die Sache mit den Jungen Gerlingern…[GAZ]

Kurz vor der Wahl möchte ich ein paar persönliche Worte verlieren. Ich durfte die Jungen Gerlinger nun zehn Jahre lang im Gemeinderat vertreten und bin damit mehr als ein Drittel meines Lebens Mitglied dieses Gremiums. In dieser Zeit habe ich mich verändert –wie es auch meine Lebensumstände getan haben. Vor zehn Jahren war ich Studentin im zweiten Semester – inzwischen bin ich berufstätig und habe eine Tochter. Ich habe auf meinem Weg unterschiedliche Blickwinkel auf und Anforderungen an Kommunalpolitik kennengelernt.

In den vergangenen Wochen wurde ich häufiger gefragt, weshalb ich für die Kommunalwahl auf dem letzten Listenplatz stehe. Möchte ich meine Zeit lieber der Familie widmen, statt der Kommunalpolitik? Bin ich mit 29 Jahren zu alt für die Jungen Gerlinger? Oder gibt es gar Streit und es hat nicht für einen “besseren” Listenplatz gereicht?

Nichts davon ist der Fall. Kommunalpolitik macht mir Spaß und die notwendige Zeit investiere ich gerne. Ich stünde nicht auf unserer Liste wenn ich nicht bereit wäre, meine Zeit und Energie weiterhin für Gerlingen zu investieren – und genau das werde ich tun, egal ob in einer weiteren Amtszeit als Gemeinderätin oder als engagierte Junge Gerlingerin.

Es hat nur einen Grund, weshalb ich nicht auf einem der Spitzenplätze kandidiere: Wir haben dort andere tolle, engagierte und kompetente Kandidat·innen! Mir fällt kein Beispiel ein, in dem es einer Organisation gut getan hätte, wenn allzulang das gleiche Gesicht an der Spitze steht. Einer der Entstehungsgründe der Jungen Gerlinger war es ja sogar, dass jungen, motivierten Menschen keine guten Listenplätze angeboten wurden!  Daher fühlt sich mein Listenplatz genau richtig an: Ich bin da und stehe zur Verfügung, die Spitzenplätze stehen nun aber anderen zu.

Sie merken, eines hat sich in den letzten zehn Jahren nicht verändert: Meine Überzeugung, dass die Jungen Gerlinger die beste Wahl für Gerlingen sind.

Dafür gibt es im wesentlichen vier Gründe:

  • Wir haben eigene innovative Ideen für Gerlingen, sind aber auch offen für die Anliegen und Sichtweisen der Bürger·innen. Denn wir wissen aus eigener Erfahrung, wie wichtig es ist, ernstgenommen zu werden.
  • Wir können es aushalten, dass wir nicht immer einer Meinung sind.
  • Wir sind neugierig und begeisterungsfähig, aber auch unvoreingenommen und kritisch.

Der vierte Grund sind die Menschen, die sich hinter dem Namen Junge Gerlinger verstecken. Eine Gruppe, mal kleiner, mal größer aber stets unermüdlich. Manchmal geht es bei uns chaotisch zu, immer wieder gehen auch Dinge schief, ab und zu führt die unterschiedliche Arbeitsweise zu Diskussionen. Es läuft nicht alles glatt bei uns, auch in der aktuellen Wahlkampagne nicht. Nichtsdestotrotz haben wir unglaublich viel auf die Beine gestellt: Plakate gestaltet, Flyer erstellt und verteilt, Give-Aways besorgt, Artikel geschrieben, Podcast-Folgen aufgenommen, einen Wahlwerbespot angefertigt, Fragenhagel-Videos gedreht und, und, und…

All diese Arbeit – inhaltlich und öffentlichkeitswirksam – wurde von jungen Menschen geleistet (und finanziert!) denen Gerlingen am Herzen liegt. Die JG haben keine Infrastruktur und keine Sponsor·innen im Rücken. Wir nutzen nur, was wir selbst möglich machen können – und das ist eine ganze Menge.

Ich bin stolz auf die Jungen Gerlinger. Sie verdienen jede einzelne Stimme, die sie bei den bisherigen Wahlen bekommen haben – und ich bitte Sie darum: Unterstützen Sie uns auch am 09.Juni 2024  bei der Gemeinderatswahl mit 22 Stimmen.

 

Judith Stürmer