Vielleicht war es nur die subjektive Wahrnehmung, aber es kam uns so vor, als hätte man in den ersten drei Juli-Wochen besonders viele Fahrradfahrer*innen in Gerlingen gesehen. Über 500 motivierte Gerlinger*innen waren beim STADTRADELN dabei und haben zusammen über 100.000km zurückgelegt, eine ganz unglaubliche Strecke!

Mit dabei war auch die Fraktion der Jungen Gerlinger, aufgeteilt auf verschiedene Teams (wir berichteten).

Die JG-Fraktion beim Stadtradeln

Ebenfalls in verschiedenen Teams, aber wie immer im Herzen vereint, fuhren Teile von TEAM E (wie Energy) vom Seaham-Stafettenlauf 2018 mit. Wir haben uns bemüht unserem Teamnamen gerecht zu werden und erradelten – alle ohne E-Bike – folgende Distanzen:

Petra Bischoff: 740km
Judith Stürmer: 740km
Matthias Pauer: 1090km
Radu Dumitrescu: 1900km (!!!)

Mitglieder von Team E beim Stadtradeln

Petra und Judith dürften damit auf jeden Fall auch Anwärterinnen auf den ersten Platz unter den Stadträten und Stadträtinnen sein. Viel wichtiger als die Platzierung ist aber, dass uns die Aktion riesigen Spaß gemacht hat. Wir fuhren bei jedem Wetter, mal allein und mal auf einer Tour mit dem ganzen Team. Dabei konnten wir neue Orte erkunden, das Strohgäu besser kennenlernen und voller Elan und Freude den Radverkehr stärken. Eine wunderbare Aktion, wir freuen uns schon auf die nächste Runde 2021 – bis dahin trainieren wir fleißig weiter! 🙂

 

Das war eine der Fragen, die bei unserer Klausurtagung am 19.Juli 2020 im Mercure Hotel Gerlingen aufkam. Wir hatten uns mal wieder an einem Sonntag zusammengefunden, um über zwei zentrale Themen in der aktuellen Arbeit zu sprechen: Einerseits Einsparpotentiale, andererseits das Mobilitätskonzept für Gerlingen.

Vormittags begann der Tag mit einer Präsentation zur Frage „Was bedeutet Corona für die Stadt und den städtischen Haushalt“. Als Fachmann übernahm Stadtrat Manuel Reichert diesen Part und zeigte verständlich und eindrücklich, in welcher finanziellen Situation sich die Stadt aktuell befindet. Dabei wurden Gewerbesteuereinbußen genauso berücksichtigt, wie Hilfs- und Konjunkturpakete. Das Fazit: Ganz besonders mit Blick auf das kommende Jahr 2021 müssen wir konkrete Vorschläge ausarbeiten, wo und wie Gerlingen sparen kann.

Anschließend wurden die interessierten Jungen Gerlinger*innen in drei Arbeitsgruppen mit den Themen des Tages vertraut gemacht. Dennis Uhl und Judith Stürmer waren in ihrem Team auf der Suche nach den besten Vorschlägen und Anregungen für das Mobilitätskonzept. Lukas Kuntz und Robin Kruck hatten eine Übersicht über alle größeren Projekte der kommenden Jahre erstellt und es galt diese auf Herz und Nieren zu prüfen. Die dritte Gruppe von Manuel Reichert und Elena Stürmer hatte in Detailarbeit die höchsten laufenden Kosten aus dem Haushaltsplan herausgesucht und begab sich auf die Suche nach Einsparpotentialen und Einnahmenmaximierung. Spielerisch mit Traumreise und Puzzle wurde an die Themen herangeführt, um einen guten Einstieg in die komplexen Inhalte zu ermöglichen.

Nach einem Mittagssnack und einem Warmup durften alle Teilnehmer*innen sich dann ein Schwerpunktthema aussuchen, an dem  den ganzen Nachmittag über konzentriert gearbeitet wurde. Nach zwei Stunden präsentierten die Gruppen sich gegenseitig ihre Ergebnisse, die auch in großer Runde nochmals hinterfragt und diskutiert wurden. Unsere Fraktion geht so bestens vorbereitet in die Gemeinderatsklausur zur Haushaltskonsolidierung am heutigen Freitag und freut sich schon auf die nächsten Treffen, wo wir das Erarbeitete vertiefen werden!

Unser Dank gilt dem Mercure-Hotel für die tollen Rahmenbedingungen und natürlich besonders allen, die mit dabei waren – falls auch Du Interesse hast, mal vorbeizuschauen, melde dich jederzeit gerne bei uns!

Die Fraktion der Jungen Gerlinger: Dennis Uhl, Lukas Kuntz, Manuel Reichert und Judith Stürmer

 

Motivierte Junge Gerlinger beim Klausurtag.

 

Wir sind gerne Gemeinderäte und machen unsere Arbeit mit viel Energie, Arbeitseinsatz und Aufwand. Aufkommende Themen diskutiert unsere Fraktion teilweise bis zu sechs Mal in Ressort- und Fraktionssitzungen, bevor sie im Gemeinderat entschieden werden. Kurz gesagt: Bis ein Thema entschieden ist, haben wir es komplett durchgekaut, von allen Seiten beleuchtet und zahlreiche Fragen dazu gestellt, geklärt und beantwortet. Das sehen wir als unsere Verantwortung an und deshalb sind wir in der Regel zuversichtlich, auf Basis der verfügbaren Fakten die beste Wahl getroffen zu haben.

Wer nicht bei uns oder anderen Parteien / Wählergruppierungen mitmischt oder seine Freizeit in städtischen Ausschusssitzungen verbringt, bekommt davon wenig mit. Oft werden Entscheidungen für Bürger*innen erst sicht- und spürbar, wenn sie getroffen sind. Bekannte Beispiele dafür aus den letzten Jahren sind z.B. der Kreisverkehr an der Lammkreuzung; die Umstrukturierung des Kindertagheims oder die aktuell laufende Neuvergabe des Exlibris. Nicht selten erhalten wir Gemeinderät*innen dann, nachdem die Entscheidung gefallen ist, Nachrichten mit Nachfragen oder Kritik. Wir freuen uns, wenn sich Mitbürger*innen Gedanken machen und uns Fragen stellen – und manchmal kommentieren sie sogar wohlwollend unsere Überlegungen – das freut uns natürlich besonders. Für uns ist es ein selbstverständlicher Teil unseres Mandates, auf Nachrichten zu reagieren, Rede und Antwort zu stehen. In nahezu allen Fällen ist der entstehende Austausch fruchtbar, man versteht die Gegenposition besser und kommt ggf. sogar auf einen gemeinsamen Nenner.

Allerdings beschäftigen uns in diesem Zusammenhang  derzeit einige Fragen.

Im GAZ wird für alle über die aktuellen Tagesordnungen der Ausschüsse und des Gemeinderats sowie über die letzten Sitzungen informiert. Auch wir Junge Gerlinger nutzen unsere Kanäle, um aktuelle Diskussionen wiederzugeben. Digitale Vorlagen, die z.B. auf der städtischen Homepage eingestellt werden, können hier sicher eine weitere wichtige Ergänzung des Informationsflusses sein. Wer will, kann aber grundsätzlich gut mitverfolgen, was gerade im Rathaus besprochen wird. Uns fällt auf, dass diese Angebote, sich im laufenden Prozess zu informieren, nur selten genutzt werden. Die große Mehrheit an Nachrichten bekommen wir, wenn die Entscheidung schon gefallen ist. Woran liegt das? Auf welchen Wegen sollen und können wir Junge Gerlinger, ggf. aber auch die Stadt Gerlingen, die Bürger*innen über Themen informieren, die nicht mit einem Bürgerbeteiligungsverfahren einhergehen?

Ebenfalls auffallend ist, dass der Umgangston, der bei uns ankommt, in den letzten Jahren unwirscher geworden ist. Wenn Entscheidungen dem einen oder der anderen missfallen, wird immer seltener nach den Beweggründen gefragt oder ein Gegenargument angeführt. Vermehrt wird nur das Missfallen zum Ausdruck gebracht, ohne Interesse an einer Auseinandersetzung. Dabei geht es doch in einer Stadt genau darum: Das Ringen um die beste Idee, die pragmatischste Lösung, den richtigen Weg! Woran liegt es, dass dies scheinbar immer weniger wahrgenommen wird? Gibt es eine reale Erfahrungsbasis für dieses Verhalten? Wurde man in der Vergangenheit schlecht behandelt oder erhielt man keine angemessene Antwort? Oder ist es die Vorstellung, dass Verwaltung und Gemeinderat ohnehin tun, was sie wollen? Wieso scheint es für manche Menschen naheliegender, Entscheidungen zu beklagen, als sich nach Beweggründen zu erkundingen?

Wir machen uns immer wieder klar, dass wir in einer privilegierten Position sind und mehr Hintergrundwissen haben als viele andere. Wir wollen unsere Entscheidungen erklären und werden dies auch weiterhin tun. Es kostet aber Kraft und Energie, immer wieder über unfreundliche Nachrichten und teilweise auch über unbegründete Vorwürfe oder schlicht falsche Behauptungen hinwegzusehen. Deshalb wollen wir zu einer besseren Kommunikation beitragen.

Uns interessiert, was Sie zu diesem Thema denken. Wir wollen wachsen und uns weiterentwickeln, schicken Sie uns also gerne Ihre Gedanken und Erfahrungen. Wir fordern Sie außerdem auf: Stellen Sie uns auf die Probe! Verfolgen Sie die aktuellen Tagesordnungen und Protokolle im GAZ oder auf der städtischen Homepage; schicken Sie uns Nachrichten mit Ihren Anregungen, Ideen oder Gedanken. Stellen Sie uns Ihre kritischen Fragen. Hinterfragen Sie unsere Entscheidungen und kommen Sie mit uns in den Dialog – denn wir alle arbeiten daran, Gerlingen weiterzubringen. Tun wir es gemeinsam!

Sie erreichen uns hier:

www.junge-gerlinger.de
kontakt@junge-gerlinger.de
www.facebook.com/jungegerlinger
Instagram: @junge_gerlinger

Für die Jungen Gerlinger
Judith Stürmer

 

 

 

Der „Klammergriff“ des Corona-Virus um die Arbeit unserer Fraktion und des Gemeinderats lockert sich langsam. Selbstverständlich hat ist es nach wie vor extrem wichtig, die erreichten Erfolge nicht aufs Spiel zu setzen – aber nach und nach gewöhnt man sich an Masken und Mindestabstand und es bleibt wieder mehr Raum für andere Überlegungen und Ideen. Unter Einhaltung aller Auflagen treffen wir uns wieder häufiger persönlich und merken, wie gut das uns und unserer Arbeit tut.

Welche Themen beschäftigen uns aktuell?

Zum einen läuft seit Mittwoch das Stadtradeln in Gerlingen. Auch unsere Fraktion und zahlreiche engagierte Junge Gerlinger sind mit dabei. Allerdings haben wir uns entschieden kein „Team Junge Gerlinger“ zu gründen.  Wir Junge Gerlinger sind überall in der Stadtgesellschaft vernetzt und mit dabei, wir sind nicht „nur“ kommunalpolitisch aktiv. Das soll sich auch beim Stadtradeln zeigen, deshalb finden Sie in den verschiedensten Mannschaften Junge Gerlinger. Aus der Fraktion fährt Manuel Reichert im „Offenen Team“ mit. Lukas Kuntz und Dennis Uhl fahren als Vorstände beim Café Konfus mit. Judith Stürmer tritt für die Stadtverwaltung der Stadt Gerlingen mit in die Pedale, als Symbol für die stets gute Zusammenarbeit von Gemeinderat und Rathaus. Wie sich diese Teams schlagen, können Sie auf www.junge-gerlinger.de jederzeit einsehen. Wir laden auch Sie herzlich ein: Melden Sie sich an und machen Sie mit, die Aktion läuft bis 21.Juli 2020!

Viele unserer Termine und Gespräche in den letzten Wochen und Monaten beschäftigten sich mit der aktuell freien Position des / der Ersten Beigeordneten in Gerlingen. Nach dem Weggang von Frau Koch-Haßdenteufel hoffen wir, die Stelle zeitnah besetzen zu können.

Noch vor der Sommerpause müssen Gemeinderat und Verwaltung außerdem einen Nachtragshaushalt erstellen. Das Corona-Virus hat auch für Gerlingen finanzielle Folgen und wir werden über viele geplante Ausgaben nochmal ringen, streiten und diskutieren müssen. Damit wir bestens vorbereitet in diese Gespräche gehen, führen wir am 19.Juli eine interne Klausur durch, an der wir alle Projekte und Ausgaben genau unter die Lupe nehmen werden.

Und „nebenbei“ laufen unsere Bauprojekte weiter und wollen nach wie vor aufmerksam begleitet werden. An der Realschule und der neuen Turnhalle sind die Veränderungen deutlich sichtbar, es geht stetig voran. Ebenfalls sichtbar ist bald die Baustelle für den Kreisverkehr an der „Lammkreuzung“ zwischen Café Konfus und Träuble Areal. Im Juli ist der Spatenstich und Verkehrsbehinderungen bleiben uns während des Baus leider nicht erspart. Die Anwohner*innen erhalten dazu noch eine gesonderte Benachrichtigung von der Stadt.

Es sind arbeitsintensive Wochen, die hinter und vor uns liegen. Wir sind wie immer engagiert und motiviert bei der Sache. Ihre Gedanken und Fragen zu aktuellen Themen können Sie uns jederzeit gerne zukommen lassen: Wahlweise über unsere Homepage www.junge-gerlinger.de, per Mail an kontakt@junge-gerlinger.de oder auch über facebook (https://www.facebook.com/jungegerlinger) und Instagram (junge_gerlinger).

Für die Jungen Gerlinger

Judith Stürmer
Fraktionsvorsitzende

Unsere Fraktion bei der letzten Gemeinderatssitzung in der Stadthalle

Auch vor dem kommunalpolitischen Engagement der Jungen Gerlinger machen die
Einschränkungen durch das Coronavirus nicht Halt. Üblicherweise treffen wir uns
(mehr oder weniger regelmäßig) bei verschiedenen Mitstreiter*innen zuhause oder
im Café Konfus, um beispielsweise Wohnungspolitik oder die städtischen Ausgaben
zu diskutieren. Die von der Landesregierung vorgegebenen Regelungen zu
Kontaktbeschränkungen bedeuten für uns also automatisch auch eine gewisse
Einschränkung unserer bestehenden Arbeitsabläufe.

Da wir jedoch alle bereits über Erfahrungen mit digitalen Treffen, Video- und
Telefonkonferenzen haben, können wir nahtlos online weiterarbeiten, auch wenn
der persönliche Kontakt natürlich fehlt. So wurden die regelmäßigen
Ressorttreffen kurzerhand in den digitalen Raum verlegt, um weiterhin für unsere
Wähler*innen in Gerlingen handlungsfähig zu bleiben.

Die Herausforderungen hier reichen von technischen Problemen (die Glasfaser hat
Gerlingen leider noch nicht flächendeckend erobert) über die üblichen
Verständigungsschwierigkeiten („Hallo? Hört ihr mich?“) bis hin zu ganz neuen
Aufgaben für Moderator*innen, die jetzt nicht mehr nur durch kurzes Handheben
zeigen können, dass sie einen Diskussionsbeitrag gesehen haben und in die
Redeliste aufnehmen konnten. Dennoch hat sich das Vorgehen für uns bewährt, so
dass wir auch bis auf weiteres verstärkt online zusammenarbeiten wollen, bis
persönliche Treffen wieder mit weniger Einschränkungen möglich sind.

Wenn ihr Lust habt, euch auch online bei uns einzubringen, laden wir euch
natürlich auch gern zum nächsten Treffen ein.

Auch für interessierte Bürger*innen sind wir natürlich weiterhin erreichbar,
schreiben Sie uns gern eine Mail an kontakt@junge-gerlinger.de oder nutzen Sie
unser Kontaktformular auf der Website https://www.junge-gerlinger.de, um uns
eine Nachricht zu hinterlassen. Wir melden uns dann schnellstmöglich bei Ihnen.

 

Für die Jungen Gerlinger

David M.

Noch vor wenigen Monaten hätten wir die Umstände, unter denen wir gerade leben, sicher noch für eine abstruse Vorstellung gehalten. Ohne Frage ist es viel, was gerade von uns verlangt wird. Unsicherheit und Sorge sind häufig die Folge, was leider auch immer mehr abstrusen Verschwörungstheorien Zulauf bringt. Es wird intensiv debattiert, ob die ersten Öffnungen zu früh waren, mancherorts wird mangelnde Disziplin angemahnt. Es scheint, als sei eigentlich alles zum Thema Corona gesagt. Eine Sache, die uns Jungen Gerlingern im „Corona-Alltag“ aber häufig auffällt, kommt dabei zu kurz. Es ist eine Beobachtung, die wir alle täglich an der ein oder andern Stelle machen dürfen und zwar, dass vieles, sogar sehr vieles, schon gut gelingt! Die große Mehrheit der Menschen hält die Vorgaben ein und bemüht sich darum, dass Masken und Abstandsregelungen immer weniger befremdlich auf uns wirken. Hand- und Nieshygiene werden beachtet, gegenseitige Rücksichtnahme wird noch selbstverständlicher. Wir Menschen wenden den Blick meist dorthin, wo etwas schief geht oder Regeln nicht eingehalten werden. Das ist auch wichtig. Gerade in Krisenzeiten sollten wir es uns aber ab und zu erlauben, das Erreichte zu sehen. Wir finden: Da gibt es schon eine ganze Menge. Wenn Sie das nächste Mal mit der (vermutlich ungeliebten) Maske einkaufen gehen, dann lächeln Sie Ihre Mitmenschen einfach trotzdem freundlich an – das hat auch mit Maske Wirkung!

Für die Jungen Gerlinger
Judith Stürmer

Im Januar hörten wir es von Oberbürgermeister unserer Nachbarstadt: „Dagobert Duck verlässt den Geldspeicher“. Gemeint war damit unser scheidender Schultes Herr Brenner.

Kaum war Dagobert fort, zog der neue Hüter der Reichtümer, gewählt von den Bürgern der Stadt, in den Geldspeicher ein – „Dirkobert Oestringer“, der neue Talermeister.

Nachdem alle Mitarbeiter*innen im Geldspeicher mit Berlinern begrüßt wurden, ist es Zeit für das berühmte Bad in den Talern. Auf dem Weg dorthin wird der Talermeister von der Geldspeicher-erfahrenen Frau Koch-Haßdenteufel und Goldbarren-Hüter Herr Kern aufgehalten und gewarnt: Sinkender Pegelstand!

Damit spielen die beiden unter anderem auf die Panzerknacker an, die wie jedes Jahr versuchen, an den Reichtum aus dem Geldspeicher zu kommen. Dieses Mal geschieht das sogar ganz legal, das Geld wird einfach in Form von Kreis- und FAG-Umlage abgezapft.

Doch das ist nicht alles: Insgesamt 50 Millionen € an Zahlungsmitteln gehen im Jahr 2020 verloren. Wird weiter so gewirtschaftet wie geplant, so stehen zum Jahresende nur noch 26 Millionen € fürs Talerbad zur Verfügung. Die mittelfristige Planung zeigt außerdem: Ende 2023 reduziert sich der Pegelstand auf nur noch acht Millionen! Sollten Einnahmen wegfallen droht gähnende Leere im Geldspeicher – die Austrocknung! Doch noch reicht es –hinein ins Talerbad!

Der Pegelstand ist Erschreckend genug – doch dann wir dem neuen Talermeister klar: In den aktuellen Berechnungen sind viele Notwendigkeiten und Wünsche noch gar nicht berücksichtigt:

Seine Großneffen Tick, Trick und Track freuen sich besonders über die neue Turnhalle und das eingestellte Geld für die Roten Plätze im Breitwiesen. Gleichzeitig wünschen sie sich aber schon seit Jahren ein neues Jugendhaus, in dem sie ihre Freizeit verbringen können.

Geschichtsinteressierte Bürger*innen warten darauf, dass das Hauptgebäude des Stadtmuseums endlich barrierefrei und modern (statt nur erweitert) wird.

Daisy und Donald Duck fragen immer wieder ungeduldig nach, wann über die Zukunft des Alten Rathauses entschieden wird und wann sie endlich einen romantischen Abend in der dort untergebrachten Gastronomie verbringen können.  Dabei haben die beiden einen guten Blick auf das Hirsch-Areal, das wegen seiner zentralen Lage behutsam aber ansprechend weiterentwickelt werden will.

Auch Feuerwehr und DRK wünschen sich, dass es nicht nur bei der eingestellten Planungsrate für die gemeinsame Weiterentwicklung bleibt.

Sollte die Stadt irgendwann die 20.000 EW-Marke knacken und zur Großen Kreisstadt werden muss außerdem die Frage gestellt werden, ob noch alle Mitarbeiter*innen einen Platz finden, oder ob der Geldspeicher eine Erweiterung benötigt.

Bleibt im Geldspeicher also bald nur noch der Glückszehner, der erste verdiente Taler übrig?  Der Talermeister braucht frische Luft und macht sich zu einem Spaziergang durch Gerlingen auf. Seine Laune hebt sich wieder, als er an der Baustelle der Realschule vorbeikommt, wo es gut voran geht und viele Millionen zukunftsorientiert investiert wurden. Vor Ort träumt der Talermeister sogar ein wenig vom Gerlinger Bürgerpark aus dem ISEK, der sich vom Rathaus bis hin zur Brückentorhalle erstreckt – aber wird es überhaupt möglich sein, dies zeitnah anzugehen oder haben andere Themen Vorrang?

Auf dem weiteren Weg fällt ihm die große Zahl geparkter Autos in der Stadt auf. Gibt es denn nicht genug Garagen? Schnell zurück in den Geldspeicher, dort erhält er die Information: An Garagen mangelt es nicht und diese werden auch bestimmungsgemäß als Abstellmöglichkeit genutzt – häufig nur leider nicht für das Kraftfahrzeug, sondern für viele andere Dinge. Da kommt der Talermeister eine Idee: In den Unterlagen seines Vorgängers hatte er doch etwas dazu gelesen – rasch durchsucht er seine Dokumente. Und tatsächlich, er findet einen Antrag der Fraktion der Jungen Gerlinger aus dem Jahr 2018 – Machbarkeitsuntersuchung für ein Parkraummanagement! Das sollte Abhilfe schaffen! „Das würde sich doch bestimmt gut in meinem Programm fürs erste Amtsjahr machen!“, denkt der Talermeister.

Sein Rundgang durch den Geldspeicher und die Stadt haben dem Talermeister vieles klar gemacht. Er ruft seine Mitarbeiter*innen und Stadträt*innen zusammen und macht klar: Wenn das Geld weiter so rasch schwindet, ist das Talerbad in Gefahr! Soweit darf es nicht kommen. Die Fraktion der Jungen Gerlinger ist auch zur Besprechung erschienen und trägt ihre Gedanken vor:

  • Auch wenn dabei in letzten Jahren schon Fortschritte gemacht wurden, müssen Investitionen und ihre Folgekosten noch genauer überprüft und abgewogen werden.
  • Die ISEK-Maßnahmen sollten detailliert priorisiert werden
  • die Kosten für einzelne Maßnahmen (wie z.B. den Jakobsplatz) sollten wir frühzeitig deckeln
  • und den kostenintensiven Standard vor Ort skeptisch unter die Lupe nehmen, v.a. bei neuen Projekten.

Nach der Besprechung will der Talermeister gerade wieder losgehen um neue Geldquellen aufzutun, da kommt die Nachricht vom Gesundheitsministerium – leider muss er im Geldspeicher bleiben: Ansteckungsgefahr, wegen Corona. Neben der zunehmend angespannten Finanzlage also noch eine weitere Herausforderung.

Wir wünschen

  • Herrn Oestringer und seiner gesamten Mannschaft dabei stets das glückliche Händchen von Gustav Gans;
  • und dem Gemeinderat einen verantwortungsvollen Umgang mit den schwindenden Mitteln im Geldspeicher.

Dem Haushaltsplan für das Jahr 2020 stimmt die Fraktion der Jungen Gerlinger zu.

 

Die Stadt Gerlingen hat am heutigen Sonntag, 15.03.2020, verschiedene Informationen zum Vorgehen bzgl. der Verbreitung des Corona-Virus veröffentlicht.

Hier finden Sie zum Nachlesen:

Auf www.gerlingen.de wird zudem aktuell informiert.

Bleiben Sie gesund und stehen Sie zusammen!

…hat uns Junge Gerlinger und auch den Technischen Ausschuss diese Woche intensiv beschäftigt. Die Geschichte des Kreisverkehrs am Träuble ist so lang wie bekannt. Schlussendlich wissen wir: Die Entscheidung wurde uns abgenommen, die Jakobstraße wird nicht angebunden. Nun gilt es also den Blick nach vorne zu richten: An dieser Stelle kann ein Platz entstehen, der die Innenstadt und das angrenzende Wohngebiet stark aufwertet. Unter dem Arbeitstitel „Jakobsplatz“ gab es nun erste zarte Ideen, wie dieser aussehen könnte. Wir Junge Gerlinger haben unseren Samstagnachmittag auf dem zukünftigen Platz verbracht und versucht uns auszumalen, was entstehen könnte. Besonders großzügig können wir auf der begrenzten Fläche nicht planen – aber auch kleine, feine Plätze können großen Charme haben. Mit vielen Gedanken und Fragen saßen wir also am Montag im TA.

Über manche Fragen bestand im Gremium Einigkeit: Die Kastanie am Alten Schulhaus soll bleiben, und mehr als zwei Stellplätze können wir zwischen Platz und Jakobstraße nicht verantworten, wenn uns die Aufenthaltsqualität am Herzen liegt.

Über andere Punkte wurde trefflich diskutiert: Wie viele Bäume welcher Art sollen dort stehen, um Schatten zu spenden? Nur zwei oder drei? Oder doch ein kleines Wäldchen aus neun Platanen, die ein nahezu geschlossenes Dach bilden? Soll ein Fontänenfeld zur Abkühlung und als großer Spaß für kleine Besucher*innen geschaffen werden, wollen wir einen Brunnen oder überhaupt kein Wasser auf dem Platz?

Wir Junge Gerlinger haben nach den bisherigen Gesprächen durchaus favorisierte Vorschläge – doch es kommt nicht nur auf unsere Meinung dazu an! Die weiteren Planungen müssen und werden selbstverständlich in Abstimmung mit den angrenzenden Institutionen sowie Anwohner*innen und interessierten Bürger*innen stattfinden. Wir freuen uns auf die kommenden Gespräche, neue Blickwinkel und Ihre Gedanken!

Für die Jungen Gerlinger
Judith Stürmer

Die Jungen Gerlinger testen vor Ort die Platzqualitäten…

Oft sind es die kleinen Dinge im Alltag, die uns Freude bringen – oder aber uns aufregen. Im Breitwiesen gibt es dafür ein Beispiel: eine kleine Sache, die zahlreiche Gerlinger*innen Tag für Tag Nerven kostet. Es ist die Ampel, die über die Breitwiesenstraße führt, von der RegioRad Station zur U-Bahn-Haltestelle in Fahrtrichtung Stuttgart. Tag für Tag überqueren hier zahlreiche Menschen die Straße, viele auf dem Weg zur Bahn, aber auch Grundschüler*innen auf dem Weg zur Breitwiesenschule. So sammeln sich die unterschiedlichsten Menschen an dieser Ampel um gemeinsam zu warten, bis man sicher die Straße überqueren kann – und das kann dauern. Denn in der Regel wartet man mehrere Minuten und hat nur allzu viel Gelegenheit, das rote Ampelmännchen bis ins kleinste Detail zu studieren.

Mit Sicherheit gibt es mehrere schlechte Ampelschaltungen in Gerlingen, wieso interessiert uns diese also besonders? Blicken wir zurück:

2015: Die Jungen Gerlinger fragen erstmals bei der Stadt an, ob die Ampelschaltung angepasst werden kann, da wir die Verkehrssituation für gefährlich halten. Ich erinnere mich an meine eigene Schulzeit zurück: Über Rot gehen war eigentlich Tabu – an dieser Ampel machten wir aber häufig schon als junge Schüler*innen eine Ausnahme, weil sie „ja eh nie grün wird.“ Heute ist eher zu beobachten, dass einzelne Schulkinder die Straße weiter oben überqueren, was aber ebenfalls unnötig gefährlich ist.

2017: Fußverkehrscheck im Breitwiesen. Mehrere Bürger*innen sprechen die Ampelschaltung an und bitten um rasche Umstellung. In der Dokumentation wird auf S.43 festgehalten: „[…] wird offensichtlich, dass an der Lichtsignalanlage die Fußgänger sehr lange warten müssen, was bei der Querung einer relativ schmalen Fahrbahn zur Nichtbeachtung der Lichtzeichen führt.“ Einige beschreiben ihr morgendliches Dilemma: Man macht sich rechtzeitig zur Bahn auf, steht mit einigen Kindern an der Ampel und wartet mal wieder minutenlang. Dann sieht man die Bahn herannahen und steht vor der Wahl, als schlechtes Vorbild über die Straße zu rennen oder die Bahn zu verpassen. Eine „Verlängerung der Phase für Zufußgehende über die Breitwiesenstraße“ wird als besonderer Handlungsbedarf festgestellt (S.16).

Juni 2018: Stadtteilspaziergang im Gehenbühl zum Integrierten Stadtentwicklungskonzept (ISEK). Auch hier wird von Bürger*innen auf die schlechte Ampelschaltung hingewiesen. Tatsächlich schafft es die Maßnahme sogar ins ISEK: Auf S.132 ist zu lesen „Grünphasen für Fußgänger verlängern, z.B. bei Breitwiesenhaltestelle.“

April 2019: Das ISEK wird vom Gemeinderat verabschiedet. In unserer Rede betonen wir unter anderem: „Und auch sonst sollten wir die scheinbar kleinen Maßnahmen nicht vernachlässigen. Gerade diese sind es, die den Bürgerinnen und Bürgern in ihrem Alltag positiv auffallen und ihnen zeigen: Das ISEK lebt und zeigt Wirkung.“

Nach fünf Jahren stehen wir (wortwörtlich) immer noch an der selben Stelle. Natürlich gibt es dafür Gründe: Die Stadtverwaltung ist bestens ausgelastet, insbesondere im Baubereich. Turnhallen wollen gebaut, die Realschule saniert werden und irgendwo zeigt sich immer unerwartet dringlicher Handlungsbedarf. Zudem kann man nicht einfach mit einem Griff an die Zeitschaltuhr die Grünphase für Fußgänger verlängern. Hier geht es um eine komplexe Kreuzungssituation mit mehreren Auto- und Fußgängerampeln und die Bahn ist auch noch mit von der Partie. Andererseits könnte hier mit vergleichsweise geringem Aufwand ein Umstand behoben werden, der offensichtlich schon lange zahlreiche Bürger*innen täglich verärgert und zudem Gefahren birgt.

Auch für solche kleinen Themen muss in der „großen Stadtpolitik“ Platz sein. Die Stadt Gerlingen hat hier die Chance, für viele Bürger*innen aus einem täglichen Ärgernis eine kleine Freude zu machen. Vielleicht klappt’s ja 2020 endlich – wir bleiben dran.

Für die Jungen Gerlinger
Judith Stürmer