Die Spülmaschine in der Stadthalle ist kaputt. Das kann natürlich nicht so bleiben – gerade jetzt, wo langsam wieder mehr Veranstaltungen möglich sind. Deshalb stand auf der Tagesordnung im Technischen Ausschuss im September auch der Punkt „Erneuerung Spülmaschine in der Stadthalle“. Bei unserer vorbereitenden Ressortsitzung beschäftigten wir Junge Gerlinger uns mit diesem Tagesordnungspunkt. 70.000€ sollte der Technische Ausschuss außerplanmäßig bereitstellen, unter anderem für „das Honorar des Fachplaners und die Anschaffung der Maschine.“

Das warf für uns Fragen auf. Wieso brauchen wir für den Austausch einer Spülmaschine einen Fachplaner? Und sind 70.000€ nicht sehr viel Geld für diesen Zweck? Also machten wir uns auf die Suche nach Korbdurchlaufmaschinen mit hohem Standard und großer Kapazität. Unsere Ergebnisse machten die Fragezeichen nur noch größer. Natürlich darf man nicht nur den reinen Anschaffungspreis der Spülmaschine betrachten, aber auch unter Einbezug von Einbau- und Entsorgungskosten konnten wir uns maximal die Hälfte der veranschlagten Kosten erklären.

Folglich fragte ich in der TA-Sitzung nach: Wieso der Fachplaner und weshalb die hohen Kosten? Die Notwendigkeit eines Planers hängt wohl mit den komplexen Hygienevorschriften und den notwendigen Abluftanlagen für Industriespülmaschinen zusammen – so weit, so gut. Allerdings konnte man mir sowohl zur Art der Spülmaschine als auch zur genauen Aufschlüsselung der Kosten keine Informationen geben. Das lag nicht daran, dass die Verwaltung hierzu keine Informationen hat – die Fragen kamen schlicht überraschend und der im Detail sachkundige Mitarbeiter war in der Sitzung nicht anwesend. Bis hierhin ist all das nicht unüblich. Ich ging davon aus, dass die Entscheidung vertagt werden würde, bis die entsprechenden Informationen nachgereicht würden – schließlich hatte ich begründete Einwände vorgebracht, die Zweifel daran wecken, ob die vorgeschlagene (außerplanmäßige!) Summe tatsächlich in dieser Höhe notwendig ist.

Zu unserer Überraschung wurde der Sachverhalt aber doch zur Abstimmung gebracht – mit der unverbindlichen Ergänzung, dass man den Hinweis mitnehmen werde, ob es nicht doch günstiger möglich sei. Für mich stellte sich in diesem Moment die Frage: Wie soll ich mit einer so lückenhaften Informationsbasis eine Entscheidung treffen? Unsere Zweifel standen nach wie vor im Raum und eine Antwort war zwar versprochen, aber noch nicht da. Folglich fand ich es nur konsequent, den Antrag (für den Moment) abzulehnen und die Klärung abzuwarten. Damit war ich aber scheinbar alleine, der Antrag wurde mehrheitlich angenommen. Wieso und mit welcher Begründung stimmt man einem solchen Antrag zu, obwohl nach der Diskussion absolut unklar ist, wofür das Geld genau ausgegeben wird und ob die Summe in dieser Höhe überhaupt notwendig ist?

Es ist natürlich wahr, dass 70.000€ uns als Stadt bei weitem nicht in den Ruin treiben. Außerdem ist es gut, wenn die Spülmaschine zeitnah ersetzt werden kann. Die Antworten auf unsere Einwände wurden noch in derselben Woche nachgereicht – viele (wenn auch nicht alle) unserer Fragen wurden damit beantwortet, obwohl wir nach wie vor glauben, dass es günstiger möglich gewesen wäre.

Wieso also dieser Artikel? Weil die Corona-Pandemie auch die Stadt Gerlingen trifft und unser Konsolidierungskurs weiter gehen muss. Sparen ist schmerzhaft und wir brauchen Verantwortungsbewusstsein und ein Auge fürs Detail, um gute Entscheidungen zu treffen. Dabei müssen wir insbesondere auch kleine Summen in den Blick nehmen, haben wir doch bei den laufenden Großprojekten kaum Spielraum. Ein Vorgehen wie im Technischen Ausschuss zeigt, dass wir diesbezüglich noch einen sehr weiten Weg vor uns haben.

Für die Jungen Gerlinger
Judith Stürmer

Im Sommer 2020 hat der Gemeinderat entschieden, dass Gerlingen ein Mobilitätskonzept bekommen wird. Dessen Erstellung beobachten und begleiten wir aufmerksam. Zudem durften die Gemeinderäte Vorschläge für mobilitäts- und verkehrsverbessernde Maßnahmen machen, die bereits während der Konzepterstellung umgesetzt werden sollen. Pro Stadträt*in dürfen drei Ideen eingereicht werden, insgesamt werden 25 Vorschläge umgesetzt. Die zwölf Ideen der Jungen Gerlinger finden Sie hier zum nachlesen!

Fahrradfahrer*innen freuen sich bestimmt über einige unserer Vorschläge – ein Klick aufs Bild bringt Sie zur Liste!

95 Thesen…

…schlug Martin Luther vor über 500 Jahren an die Schlosskirche in Wittenberg (so zumindest die Erzählung, die Realität sah scheinbar anderes aus).

181 Artikel…

…hatte die Weimarer Reichsverfassung, die erste demokratische Verfassung Deutschlands, die 1919 verabschiedet wurde.

196 Maßnahmen…

…enthält der ISEK-Katalog, den wir im April 2019 im Gemeinderat verabschiedet haben. Ob diesem Dokument eine ähnliche historische Bedeutung zuteilwerden wird, bleibt abzuwarten 😉

Weil die ISEK-Gemeinderats-Klausur im März ausfiel, wartet der Maßnahmenkatalog nach wie vor auf eine detaillierte Priorisierung. Diese wird noch dieses Jahr vom Gemeinderat beschlossen. Das geht aber nicht ohne Vorarbeit. Nachdem sich vor dem Sommer die Stadtverwaltung nochmal intensiv durch die Maßnahmen gearbeitet hat, ist nun der Gemeinderat an der Reihe – und wer die Jungen Gerlinger kennt, der weiß, dass wir vor Arbeit nie zurückschrecken.

Ohne Rücksicht auf Verluste saßen wir also das gesamte letzte Wochenende zusammen und haben gemeinsam geschwitzt, diskutiert und abgewogen. Vor dem ISEK war noch das städtische Mobilitätskonzept an der Reihe. Als Fraktion dürfen wir zwölf eigene Vorschläge einbringen, die parallel zur Konzepterstellung bereits umgesetzt werden könnten. Der Feinschliff ist gemacht und wir hoffen, möglichst viele unserer Ideen auf der finalen Liste wiederzufinden.

Die AG Mobilität und Verkehr tagte am Samstag.

Danach stand alles im Zeichen des ISEK: Jede einzelne Maßnahme wurde nochmal besprochen und auf Machbarkeit geprüft (auch mit Blick auf die zukünftig immer ungemütlichere Finanzsituation). Welche Ideen stehen für uns im Vordergrund? Welche müssen noch warten? Und von welchen müssen wir uns schweren Herzens (zumindest vorerst) verabschieden? Es waren nicht nur leichte Gespräche und Diskussionen und doch sind wir zufrieden mit unserem Ergebnis. Dieses gilt es jetzt ins Gremium einzubringen.

Nach einem extrem arbeitsintensiven Wochenende geht es für uns nun wirklich in die Sommerpause, wenn auch nicht allzu lang. Anfang September sind bereits wieder die ersten Ressortsitzungen und dann steht der Nachholtermin für die ISEK-Klausur auch schon vor der Türe.

Nach der Fraktionsklausur am Sonntag waren wir erstmal platt…

Für die Jungen Gerlinger
Judith Stürmer

Vielleicht war es nur die subjektive Wahrnehmung, aber es kam uns so vor, als hätte man in den ersten drei Juli-Wochen besonders viele Fahrradfahrer*innen in Gerlingen gesehen. Über 500 motivierte Gerlinger*innen waren beim STADTRADELN dabei und haben zusammen über 100.000km zurückgelegt, eine ganz unglaubliche Strecke!

Mit dabei war auch die Fraktion der Jungen Gerlinger, aufgeteilt auf verschiedene Teams (wir berichteten).

Die JG-Fraktion beim Stadtradeln

Ebenfalls in verschiedenen Teams, aber wie immer im Herzen vereint, fuhren Teile von TEAM E (wie Energy) vom Seaham-Stafettenlauf 2018 mit. Wir haben uns bemüht unserem Teamnamen gerecht zu werden und erradelten – alle ohne E-Bike – folgende Distanzen:

Petra Bischoff: 740km
Judith Stürmer: 740km
Matthias Pauer: 1090km
Radu Dumitrescu: 1900km (!!!)

Mitglieder von Team E beim Stadtradeln

Petra und Judith dürften damit auf jeden Fall auch Anwärterinnen auf den ersten Platz unter den Stadträten und Stadträtinnen sein. Viel wichtiger als die Platzierung ist aber, dass uns die Aktion riesigen Spaß gemacht hat. Wir fuhren bei jedem Wetter, mal allein und mal auf einer Tour mit dem ganzen Team. Dabei konnten wir neue Orte erkunden, das Strohgäu besser kennenlernen und voller Elan und Freude den Radverkehr stärken. Eine wunderbare Aktion, wir freuen uns schon auf die nächste Runde 2021 – bis dahin trainieren wir fleißig weiter! 🙂

 

Das war eine der Fragen, die bei unserer Klausurtagung am 19.Juli 2020 im Mercure Hotel Gerlingen aufkam. Wir hatten uns mal wieder an einem Sonntag zusammengefunden, um über zwei zentrale Themen in der aktuellen Arbeit zu sprechen: Einerseits Einsparpotentiale, andererseits das Mobilitätskonzept für Gerlingen.

Vormittags begann der Tag mit einer Präsentation zur Frage „Was bedeutet Corona für die Stadt und den städtischen Haushalt“. Als Fachmann übernahm Stadtrat Manuel Reichert diesen Part und zeigte verständlich und eindrücklich, in welcher finanziellen Situation sich die Stadt aktuell befindet. Dabei wurden Gewerbesteuereinbußen genauso berücksichtigt, wie Hilfs- und Konjunkturpakete. Das Fazit: Ganz besonders mit Blick auf das kommende Jahr 2021 müssen wir konkrete Vorschläge ausarbeiten, wo und wie Gerlingen sparen kann.

Anschließend wurden die interessierten Jungen Gerlinger*innen in drei Arbeitsgruppen mit den Themen des Tages vertraut gemacht. Dennis Uhl und Judith Stürmer waren in ihrem Team auf der Suche nach den besten Vorschlägen und Anregungen für das Mobilitätskonzept. Lukas Kuntz und Robin Kruck hatten eine Übersicht über alle größeren Projekte der kommenden Jahre erstellt und es galt diese auf Herz und Nieren zu prüfen. Die dritte Gruppe von Manuel Reichert und Elena Stürmer hatte in Detailarbeit die höchsten laufenden Kosten aus dem Haushaltsplan herausgesucht und begab sich auf die Suche nach Einsparpotentialen und Einnahmenmaximierung. Spielerisch mit Traumreise und Puzzle wurde an die Themen herangeführt, um einen guten Einstieg in die komplexen Inhalte zu ermöglichen.

Nach einem Mittagssnack und einem Warmup durften alle Teilnehmer*innen sich dann ein Schwerpunktthema aussuchen, an dem  den ganzen Nachmittag über konzentriert gearbeitet wurde. Nach zwei Stunden präsentierten die Gruppen sich gegenseitig ihre Ergebnisse, die auch in großer Runde nochmals hinterfragt und diskutiert wurden. Unsere Fraktion geht so bestens vorbereitet in die Gemeinderatsklausur zur Haushaltskonsolidierung am heutigen Freitag und freut sich schon auf die nächsten Treffen, wo wir das Erarbeitete vertiefen werden!

Unser Dank gilt dem Mercure-Hotel für die tollen Rahmenbedingungen und natürlich besonders allen, die mit dabei waren – falls auch Du Interesse hast, mal vorbeizuschauen, melde dich jederzeit gerne bei uns!

Die Fraktion der Jungen Gerlinger: Dennis Uhl, Lukas Kuntz, Manuel Reichert und Judith Stürmer

 

Motivierte Junge Gerlinger beim Klausurtag.

 

Wir sind gerne Gemeinderäte und machen unsere Arbeit mit viel Energie, Arbeitseinsatz und Aufwand. Aufkommende Themen diskutiert unsere Fraktion teilweise bis zu sechs Mal in Ressort- und Fraktionssitzungen, bevor sie im Gemeinderat entschieden werden. Kurz gesagt: Bis ein Thema entschieden ist, haben wir es komplett durchgekaut, von allen Seiten beleuchtet und zahlreiche Fragen dazu gestellt, geklärt und beantwortet. Das sehen wir als unsere Verantwortung an und deshalb sind wir in der Regel zuversichtlich, auf Basis der verfügbaren Fakten die beste Wahl getroffen zu haben.

Wer nicht bei uns oder anderen Parteien / Wählergruppierungen mitmischt oder seine Freizeit in städtischen Ausschusssitzungen verbringt, bekommt davon wenig mit. Oft werden Entscheidungen für Bürger*innen erst sicht- und spürbar, wenn sie getroffen sind. Bekannte Beispiele dafür aus den letzten Jahren sind z.B. der Kreisverkehr an der Lammkreuzung; die Umstrukturierung des Kindertagheims oder die aktuell laufende Neuvergabe des Exlibris. Nicht selten erhalten wir Gemeinderät*innen dann, nachdem die Entscheidung gefallen ist, Nachrichten mit Nachfragen oder Kritik. Wir freuen uns, wenn sich Mitbürger*innen Gedanken machen und uns Fragen stellen – und manchmal kommentieren sie sogar wohlwollend unsere Überlegungen – das freut uns natürlich besonders. Für uns ist es ein selbstverständlicher Teil unseres Mandates, auf Nachrichten zu reagieren, Rede und Antwort zu stehen. In nahezu allen Fällen ist der entstehende Austausch fruchtbar, man versteht die Gegenposition besser und kommt ggf. sogar auf einen gemeinsamen Nenner.

Allerdings beschäftigen uns in diesem Zusammenhang  derzeit einige Fragen.

Im GAZ wird für alle über die aktuellen Tagesordnungen der Ausschüsse und des Gemeinderats sowie über die letzten Sitzungen informiert. Auch wir Junge Gerlinger nutzen unsere Kanäle, um aktuelle Diskussionen wiederzugeben. Digitale Vorlagen, die z.B. auf der städtischen Homepage eingestellt werden, können hier sicher eine weitere wichtige Ergänzung des Informationsflusses sein. Wer will, kann aber grundsätzlich gut mitverfolgen, was gerade im Rathaus besprochen wird. Uns fällt auf, dass diese Angebote, sich im laufenden Prozess zu informieren, nur selten genutzt werden. Die große Mehrheit an Nachrichten bekommen wir, wenn die Entscheidung schon gefallen ist. Woran liegt das? Auf welchen Wegen sollen und können wir Junge Gerlinger, ggf. aber auch die Stadt Gerlingen, die Bürger*innen über Themen informieren, die nicht mit einem Bürgerbeteiligungsverfahren einhergehen?

Ebenfalls auffallend ist, dass der Umgangston, der bei uns ankommt, in den letzten Jahren unwirscher geworden ist. Wenn Entscheidungen dem einen oder der anderen missfallen, wird immer seltener nach den Beweggründen gefragt oder ein Gegenargument angeführt. Vermehrt wird nur das Missfallen zum Ausdruck gebracht, ohne Interesse an einer Auseinandersetzung. Dabei geht es doch in einer Stadt genau darum: Das Ringen um die beste Idee, die pragmatischste Lösung, den richtigen Weg! Woran liegt es, dass dies scheinbar immer weniger wahrgenommen wird? Gibt es eine reale Erfahrungsbasis für dieses Verhalten? Wurde man in der Vergangenheit schlecht behandelt oder erhielt man keine angemessene Antwort? Oder ist es die Vorstellung, dass Verwaltung und Gemeinderat ohnehin tun, was sie wollen? Wieso scheint es für manche Menschen naheliegender, Entscheidungen zu beklagen, als sich nach Beweggründen zu erkundingen?

Wir machen uns immer wieder klar, dass wir in einer privilegierten Position sind und mehr Hintergrundwissen haben als viele andere. Wir wollen unsere Entscheidungen erklären und werden dies auch weiterhin tun. Es kostet aber Kraft und Energie, immer wieder über unfreundliche Nachrichten und teilweise auch über unbegründete Vorwürfe oder schlicht falsche Behauptungen hinwegzusehen. Deshalb wollen wir zu einer besseren Kommunikation beitragen.

Uns interessiert, was Sie zu diesem Thema denken. Wir wollen wachsen und uns weiterentwickeln, schicken Sie uns also gerne Ihre Gedanken und Erfahrungen. Wir fordern Sie außerdem auf: Stellen Sie uns auf die Probe! Verfolgen Sie die aktuellen Tagesordnungen und Protokolle im GAZ oder auf der städtischen Homepage; schicken Sie uns Nachrichten mit Ihren Anregungen, Ideen oder Gedanken. Stellen Sie uns Ihre kritischen Fragen. Hinterfragen Sie unsere Entscheidungen und kommen Sie mit uns in den Dialog – denn wir alle arbeiten daran, Gerlingen weiterzubringen. Tun wir es gemeinsam!

Sie erreichen uns hier:

www.junge-gerlinger.de
kontakt@junge-gerlinger.de
www.facebook.com/jungegerlinger
Instagram: @junge_gerlinger

Für die Jungen Gerlinger
Judith Stürmer

 

 

 

Der „Klammergriff“ des Corona-Virus um die Arbeit unserer Fraktion und des Gemeinderats lockert sich langsam. Selbstverständlich hat ist es nach wie vor extrem wichtig, die erreichten Erfolge nicht aufs Spiel zu setzen – aber nach und nach gewöhnt man sich an Masken und Mindestabstand und es bleibt wieder mehr Raum für andere Überlegungen und Ideen. Unter Einhaltung aller Auflagen treffen wir uns wieder häufiger persönlich und merken, wie gut das uns und unserer Arbeit tut.

Welche Themen beschäftigen uns aktuell?

Zum einen läuft seit Mittwoch das Stadtradeln in Gerlingen. Auch unsere Fraktion und zahlreiche engagierte Junge Gerlinger sind mit dabei. Allerdings haben wir uns entschieden kein „Team Junge Gerlinger“ zu gründen.  Wir Junge Gerlinger sind überall in der Stadtgesellschaft vernetzt und mit dabei, wir sind nicht „nur“ kommunalpolitisch aktiv. Das soll sich auch beim Stadtradeln zeigen, deshalb finden Sie in den verschiedensten Mannschaften Junge Gerlinger. Aus der Fraktion fährt Manuel Reichert im „Offenen Team“ mit. Lukas Kuntz und Dennis Uhl fahren als Vorstände beim Café Konfus mit. Judith Stürmer tritt für die Stadtverwaltung der Stadt Gerlingen mit in die Pedale, als Symbol für die stets gute Zusammenarbeit von Gemeinderat und Rathaus. Wie sich diese Teams schlagen, können Sie auf www.junge-gerlinger.de jederzeit einsehen. Wir laden auch Sie herzlich ein: Melden Sie sich an und machen Sie mit, die Aktion läuft bis 21.Juli 2020!

Viele unserer Termine und Gespräche in den letzten Wochen und Monaten beschäftigten sich mit der aktuell freien Position des / der Ersten Beigeordneten in Gerlingen. Nach dem Weggang von Frau Koch-Haßdenteufel hoffen wir, die Stelle zeitnah besetzen zu können.

Noch vor der Sommerpause müssen Gemeinderat und Verwaltung außerdem einen Nachtragshaushalt erstellen. Das Corona-Virus hat auch für Gerlingen finanzielle Folgen und wir werden über viele geplante Ausgaben nochmal ringen, streiten und diskutieren müssen. Damit wir bestens vorbereitet in diese Gespräche gehen, führen wir am 19.Juli eine interne Klausur durch, an der wir alle Projekte und Ausgaben genau unter die Lupe nehmen werden.

Und „nebenbei“ laufen unsere Bauprojekte weiter und wollen nach wie vor aufmerksam begleitet werden. An der Realschule und der neuen Turnhalle sind die Veränderungen deutlich sichtbar, es geht stetig voran. Ebenfalls sichtbar ist bald die Baustelle für den Kreisverkehr an der „Lammkreuzung“ zwischen Café Konfus und Träuble Areal. Im Juli ist der Spatenstich und Verkehrsbehinderungen bleiben uns während des Baus leider nicht erspart. Die Anwohner*innen erhalten dazu noch eine gesonderte Benachrichtigung von der Stadt.

Es sind arbeitsintensive Wochen, die hinter und vor uns liegen. Wir sind wie immer engagiert und motiviert bei der Sache. Ihre Gedanken und Fragen zu aktuellen Themen können Sie uns jederzeit gerne zukommen lassen: Wahlweise über unsere Homepage www.junge-gerlinger.de, per Mail an kontakt@junge-gerlinger.de oder auch über facebook (https://www.facebook.com/jungegerlinger) und Instagram (junge_gerlinger).

Für die Jungen Gerlinger

Judith Stürmer
Fraktionsvorsitzende

Unsere Fraktion bei der letzten Gemeinderatssitzung in der Stadthalle

Auch vor dem kommunalpolitischen Engagement der Jungen Gerlinger machen die
Einschränkungen durch das Coronavirus nicht Halt. Üblicherweise treffen wir uns
(mehr oder weniger regelmäßig) bei verschiedenen Mitstreiter*innen zuhause oder
im Café Konfus, um beispielsweise Wohnungspolitik oder die städtischen Ausgaben
zu diskutieren. Die von der Landesregierung vorgegebenen Regelungen zu
Kontaktbeschränkungen bedeuten für uns also automatisch auch eine gewisse
Einschränkung unserer bestehenden Arbeitsabläufe.

Da wir jedoch alle bereits über Erfahrungen mit digitalen Treffen, Video- und
Telefonkonferenzen haben, können wir nahtlos online weiterarbeiten, auch wenn
der persönliche Kontakt natürlich fehlt. So wurden die regelmäßigen
Ressorttreffen kurzerhand in den digitalen Raum verlegt, um weiterhin für unsere
Wähler*innen in Gerlingen handlungsfähig zu bleiben.

Die Herausforderungen hier reichen von technischen Problemen (die Glasfaser hat
Gerlingen leider noch nicht flächendeckend erobert) über die üblichen
Verständigungsschwierigkeiten („Hallo? Hört ihr mich?“) bis hin zu ganz neuen
Aufgaben für Moderator*innen, die jetzt nicht mehr nur durch kurzes Handheben
zeigen können, dass sie einen Diskussionsbeitrag gesehen haben und in die
Redeliste aufnehmen konnten. Dennoch hat sich das Vorgehen für uns bewährt, so
dass wir auch bis auf weiteres verstärkt online zusammenarbeiten wollen, bis
persönliche Treffen wieder mit weniger Einschränkungen möglich sind.

Wenn ihr Lust habt, euch auch online bei uns einzubringen, laden wir euch
natürlich auch gern zum nächsten Treffen ein.

Auch für interessierte Bürger*innen sind wir natürlich weiterhin erreichbar,
schreiben Sie uns gern eine Mail an kontakt@junge-gerlinger.de oder nutzen Sie
unser Kontaktformular auf der Website https://www.junge-gerlinger.de, um uns
eine Nachricht zu hinterlassen. Wir melden uns dann schnellstmöglich bei Ihnen.

 

Für die Jungen Gerlinger

David M.

Noch vor wenigen Monaten hätten wir die Umstände, unter denen wir gerade leben, sicher noch für eine abstruse Vorstellung gehalten. Ohne Frage ist es viel, was gerade von uns verlangt wird. Unsicherheit und Sorge sind häufig die Folge, was leider auch immer mehr abstrusen Verschwörungstheorien Zulauf bringt. Es wird intensiv debattiert, ob die ersten Öffnungen zu früh waren, mancherorts wird mangelnde Disziplin angemahnt. Es scheint, als sei eigentlich alles zum Thema Corona gesagt. Eine Sache, die uns Jungen Gerlingern im „Corona-Alltag“ aber häufig auffällt, kommt dabei zu kurz. Es ist eine Beobachtung, die wir alle täglich an der ein oder andern Stelle machen dürfen und zwar, dass vieles, sogar sehr vieles, schon gut gelingt! Die große Mehrheit der Menschen hält die Vorgaben ein und bemüht sich darum, dass Masken und Abstandsregelungen immer weniger befremdlich auf uns wirken. Hand- und Nieshygiene werden beachtet, gegenseitige Rücksichtnahme wird noch selbstverständlicher. Wir Menschen wenden den Blick meist dorthin, wo etwas schief geht oder Regeln nicht eingehalten werden. Das ist auch wichtig. Gerade in Krisenzeiten sollten wir es uns aber ab und zu erlauben, das Erreichte zu sehen. Wir finden: Da gibt es schon eine ganze Menge. Wenn Sie das nächste Mal mit der (vermutlich ungeliebten) Maske einkaufen gehen, dann lächeln Sie Ihre Mitmenschen einfach trotzdem freundlich an – das hat auch mit Maske Wirkung!

Für die Jungen Gerlinger
Judith Stürmer