Was wird denn da gemalt und geschrieben? Fleißig wie wir sind, haben wir gestern mal wieder einen vollen Arbeitstag gehabt!

Vormittags ging es intern in Kleingruppen los und die Köpfe rauchten…Jugendhaus, Wohnen in WGs, interne Organisation, nichts war sicher oder blieb unhinterfragt.

Nachmittags bekamen wir dann Besuch. Zwei der Kandidat*innen für die Bürgermeisterwahl, Dirk Oestringer – Bürgermeister für Gerlingen sowie Martina Koch-Haßdenteufel, waren im Vorfeld auf uns zugekommen und hatten um einen Termin gebeten. Diesem Wunsch kamen wir gerne nach und verbrachten einen spannenden Nachmittag. Bei einer Vorstellung der kreativen Art lernten wir die beiden besser kennen und kamen in einen regen Austausch.

Ein rundum erfolgreicher Tag, der uns sicherlich weit über den Jahreswechsel hinaus Schwung geben wird 🙂

Fast die Hälfte Gerlingens besteht aus Wald. Hier finden Sie eine Karte von „Forst BW“ des Landkreises Ludwigsburg mit spannenden Informationen rund um den Gerlinger Wald und seine Beschaffenheit.

Für eine höhere Auflösung auf die Grafik klicken!

Im Finanz- und Verwaltungsausschuss vom 18.09. wurde über die Ausweisung eines weiteren Waldrefugiums abgestimmt. Ein Waldrefugium – das klingt umweltfreundlich, das klingt nach einer Forderung, die aktueller nicht sein könnte und die die junge Generation in Zeiten von Fridays for future begrüßen sollte.

Wir Junge Gerlinger haben diese Forderung im FVA jedoch bereits zwei Mal abgelehnt und haben diese Meinung auch am 02. Oktober im Gemeinderat vertreten. Warum?

Fangen wir vorne an: Was ist ein Waldrefugium genau?

In einem Waldrefugium wird ein bestimmter Teil des Waldes sich selbst überlassen und kehrt langsam zu seinem ursprünglichen Zustand zurück. Durch diese Maßnahme werden der Stadt Ökopunkte gutgeschrieben, die wir in Zukunft bei anderen Eingriffen in die Natur „einlösen“ können.

Wieso wurde der Standort Esselsklinge ausgewählt?

Das Waldstück an der Esselsklinge ist so gelegen, dass es ohnehin kaum bewirtschaftet werden kann. Derzeit nehmen die Förster nur gelegentlich kleinere Eingriffe vor. Das Waldstück ist einem Refugium, in dem es gar keine Eingriffe mehr geben darf, also ohnehin schon relativ nah.

All das klingt toll – wieso also die Gegenstimmen?

Die Ausweisung des Refugiums würde bedeuten, dass sich in diesem Teil des Waldes eine Monokultur bildet. Die im Gerlinger Wald vorherrschende Buche würde andere Baumarten verdrängen. Dies bedeutet einen Verlust der Biodiversität in diesem Waldgebiet unter dem Flora und Fauna leiden. Ein Mischwald ist für die Bewohner des Waldes sowie andere Pflanzenarten und die Ökologie das Beste – was uns der Gerlinger Förster im Übrigen bereits vor Monaten auf Nachfrage im Finanz- und Verwaltungsausschuss versichert hat.

Die momentan betriebene Minimalbewirtschaftung garantiert, dass nur so viele Eingriffe in das Ökosystem geschehen, wie wirklich notwendig sind, um den Mischwald zu erhalten. Dieses „Refugium light“ ist für den Wald und seine Bewohner die gesündeste und beste Lösung – und daher auch für uns. Für diese Option werden uns zwar keine Ökopunkte zur Verfügung gestellt, aber echte Ökologie sollte dem Gemeinderat wichtiger sein als ein paar Punkte auf dem Ökokonto. Weil unsere Kinder und Enkel nichts davon haben, dass eine Monokultur in den Wald zurückkehrt, verzichten wir auf Symbolpolitik und sprechen uns für die wirklich ökologische Variante aus: Herausnahme aus der Bewirtschaftung mit regulierenden Eingriffen.

„Bopser“, „Breitwiesen“ und „Bruhweg“? Alte Bekannte für Gerlinger*innen. Aber wisst ihr auch wo „Otterngsang“, „Schleckberg“ und „Finstere Kehlen“ zu finden sind? Die Antwort gibts auf dieser tollen Karte des Stadtarchivs. Viel Spaß beim Stöbern!

Wer sich für die Bedeutung der Flurnamen interessiert, kann sich in der Rede des Gerlinger Stadtarchivars Klaus Herrmann darüber informieren. Herzlichen Dank ans Stadtarchiv, dass wir die Rede hier einstellen dürfen!

Das Straßenfestwochenende läutet endgültig das Ende der Sommerpause ein. Bei der Eröffnung war sowohl die gesamte Fraktion als auch viele weitere interessierte Junge Gerlinger mit dabei – ein hervorragendes Fest bei wunderbarem Wetter!

Noch vor den Straßenfest, nach dem wieder massenhaft Sitzungen und Termine anstehen, hatten wir heute eine lange, arbeitsintensive Fraktionssitzung. Voller Motivation geht’s in den Endspurt für 2020. Ab sofort geht’s hier wieder rund und wir versorgen euch fleißig mit Infos!

Nach zwei Wochen Spiel und Spaß für die Kids und die Betreuer ging vergangenen Freitag die Stara zu Ende. Fast 300 Kinder und mehr als 70 ehrenamtliche Helfer sind zusammen auf Ausflüge gegangen, haben gebastelt und gespielt. Mit dabei, wie jedes Jahr, sind auch die Jungen Gerlinger. Drei von vier Gemeinderäten waren unter den Helfern, sowie acht weitere Junge Gerlinger. Mit vielen tollen Erinnerungen heißt es für dieses Jahr Abschied nehmen von der Sommerfreizeit. Wir sehen uns 2020!

 

Der neu gewählte Gemeinderat hat sich im Vergleich zum vorherigen um 13,5% verjüngt. Diese Differenz zum letzten Gremium ist so groß, wie der gesamte Stimmenanteil der CDU/ CSU bei der Europawahl in der Sparte der 18- bis 29-Jährigen. War das letzte Gremium im Schnitt 55,6 Jahre alt, so ist das jetzige 48,1 Jahre alt.

Und das ist bitter notwendig, soll der Gemeinderat als wichtigstes städtisches Gremium doch ein Spiegel der Gerlinger Bürger sein. In Gerlingen ist die Mehrheit der Bevölkerung zwischen 0 und 50.

Doch was heißt dieses „jung sein“?

Es heißt neugierig bleiben, aufgeregt sein vor einer Abstimmung, mitfiebern, nächtelang die wirklich richtige Entscheidung diskutieren, die zur Abstimmung auf die Tagesordnung soll. Jung heißt, wirklich Neues erleben, keinen Wunsch als „schon bekannt“ abtun. Mit Feuereifer bei der Sache um wachzurütteln/ aufmerksam zu machen. Es bedeutet, sich auch mal überraschen zu lassen, weil man noch nicht alles gesehen und gehört hat, weil man Routine nicht zugelassen hat. Junge Gerlinger lieben ihre Stadt so wie sie ist – und planen deswegen, wie sie sich in Zukunft verändern kann.

Wieviel jünger unser Gemeinderat also wirklich geworden ist, wird sich erst in den kommenden fünf Jahren zeigen.

Man spürt es an den Temperaturen – die Sommerpause naht heran. Allerdings mussten unsere neuen Fraktionsmitglieder heute nochmal ran. Neben unterschiedlichen Jahresabschlüssen standen heute noch der Baubeginn der neuen Sporthalle in den Breitwiesen und die Vergabe diverser Bauarbeiten für die Realschule auf der Tagesordnung.

Ab September geht es weiter mit den Sitzungen, dann auch wieder in voller Besetzung!

Da sind sie – unsere neuen Gemeinderäte Dennis Uhl, Lukas Kuntz und Manuel Reichert, gemeinsam mit dem bisherigen Fraktionsvorsitzenden Nino Niechziol! Soeben wurde die drei von Bürgermeister Brenner in ihr Amt eingesetzt – Dennis fiel die ehrenvolle Aufgabe zu, gemeinsam mit Stadtrat Peter Zydel den Amtseid zu verlesen.

Das steht für unsere Nummer 4, Judith Stürmer, im Oktober auch noch an. Da Judith an den Juli-Sitzungen nicht teilnehmen kann, wird sie im Herbst nachvereidigt.