Diese Aussage ist nicht reißerisch, sondern eine Tatsache, wenn wir Alexas Gedanken der letzten Woche zum bislang zu spärlich genutzten Potenzial der Photovoltaik aufgreifen und hier weiter vertiefen. Photovoltaik ist eine Schatzkiste für die Energiewende mit deutlich weniger Treibhausgasen. Und das nicht „irgendwo“ und „irgendwie“ – sondern ganz konkret hier bei uns in Gerlingen.

Zunächst ein paar Gedanken zum „Großen Ganzen“. Die weltweiten Klimaziele gemäß dem Pariser Klimaschutz-Abkommen sind wissenschaftlicher Konsens für die (Minimal-) Zielsetzung einer Begrenzung der Erderwärmung. Allerdings sind Ziele noch keine Handlungen. Maßnahmen müssen folgen. Nicht irgendwann – sondern jetzt. Viel zu viel wertvolle Zeit ist bereits verstrichen. Und: Ohne ambitioniert mitwirkende Städte und Gemeinden werden diese Klimaziele nicht erreicht.

„Nimm dir ein Beispiel an …!“ ist nicht nur in der Pädagogik wirkungsvoll.  Es gibt gute Beispiele und Anregungen für Kommunen, welche den Klimaschutz voranbringen (wollen)!

  • Die Initiative „German Zero“ hat einen Klimastadtplangenerator entwickelt. Damit kann ein Dokument erzeugt werden, um die lokale Energiewende zu beschleunigen. In 20 Städten gibt es bereits eine solche Initiative, darunter sechs in BW.
  • Der öffentlich geförderte Verein „Agentur für Erneuerbare Energien“ (AEE) bietet einen webbasierten Wertschöpfungsrechner für Kommunen an und betreibt das Portal www.waermewende.de. Im Gegensatz zu BW unterstützt Rheinland-Pfalz diese Initiative, um genaue Analysen errechnen zu können.

Hierzu fragen wir uns:

  • Welche öffentlichen Gebäude in Gerlingen wurden bereits energetisch saniert? Welche nicht, und warum noch nicht?
  • Wurde die notwendige ökologische Wende in der lokalen(!) Verkehrs– und Wärmeplanung bislang eingeleitet? Dies sind ebenfalls wichtige „Spielfelder“ fürs Erreichen der Klimaziele.
  • Eine Photovoltaik-Kampagne für Gerlingen ist notwendig. Worauf warten wir (Gerlinger*innen) noch?

Wir bleiben am Ball. Wir fokussieren uns auf Photovoltaik, insbesondere auf den kommunalen Gebäuden. Unsere laufende Analyse zeigt: Es gab und gibt große Versäumnisse – jedoch sehen wir genau deshalb auch viel Potenzial.

Nino Niechziol

 

(Quelle für o.g. Bsp.: Podcast SWR2 Wissen)

 

Best Practice in Gerlingen: Das Dach unserer Jugendmusikschule