Eine Gerlinger Institution feiert Geburtstag: Vor 25 Jahren, am 10.02.1996 öffnete das Jugendcafé Konfus zum ersten Mal seine Türen. Ein von jungen Menschen selbstverwaltetes Café, in dem schon so einiges passiert ist. Das Konfus – ein Ort der Möglichkeiten. Jugendliche Heranwachsende brauchen Struktur und Gestaltungsmöglichkeiten im Zusammensein mit Gleichaltrigen – oder etwas Älteren – um sich zu orientieren. Einen Raum, der Begegnung ermöglicht, Ideen wachsen lässt und keine Grenzen kennt.

Grund genug, hier einen Glückwunsch der besonderen Art zu verfassen – Glückwünsche aus einer Familie mit drei „Generationen“ Konfus.

„Es war klar, was wir donnerstags und sonntags taten. Wir gingen ins Konfus. Donnerstags in Vorfreude auf das Wochenende. Sonntags oft gerädert vom Wochenende. Donnerstags gab es Bier oder Weinschorle – süß natürlich. Sonntags ACE. Die erste Challenge war der Weg durch den Eingangsbereich. Kickern die Jungs aus meiner Klasse oder die großen 12er? Grüßen sie mich? Hallo! Cool. Geschafft! Wer ist alles da? Wen habe ich lange nicht gesehen? Wo sitze ich zuerst? Spiele ich Kniffel? Mensch ärgere dich nicht? Plaudern an der Theke? Aktionsabend! Weihnachten! Wow! Welch eine Aufregung! Die Ehemaligen, noch größere Jungs, waren da: lustig, gut gelaunt, in Plauderlaune. Überall aufgekratzte schicke Jugendliche, die von Weihnachtsgeschenken schwärmen.   Dann wieder ein Aktionsabend: Heute haben wir uns verkleidet, zum Kostümwettbewerb. Als Großeltern. Zack! Gewonnen: eine Flasche Mumm! Das Leben im Konfus ist einfach gut gewesen.“
Elena Stürmer, 35 Jahre

 

„Ich danke dem Café Konfus für tolle Aktionsabende, aber auch normale Öffnungen. Für Lehrstunden in Skat und Darts, Schach und Kickern. Für erste eigenverantwortliche ehrenamtliche Arbeit im erweiterten Vorstand und für neue Freundschaften. Man lernte im Konfus Leute aus allen Schulen kennen, Ältere und Jüngere, ehemalige Vorstände… Nach einigen aktiven Jahren wurden Nino Niechziol und ich zum 1. und 2. Vorsitzenden des Konfus gewählt. Diese Zeit hat mich viel gelehrt: Man musste Planen, Organisieren, Sitzungen leiten und mit Besucher*innen, Stadt und Nachbarn kommunizieren, um Lösungen zu finden, die für alle passen. Von diesen Erfahrungen profitiere ich noch heute. Vielen Dank!“
Philipp Stürmer, 32 Jahre

 

„Mit 26 Jahren gehöre langsam aber sicher auch ich zum „alten Eisen“ im Konfus. Vieles hat sich seit meinen ersten Besuchen verändert. Kein Rauchen mehr im Vorraum, stattdessen ein Dartautomat. Keine Tiefkühlpizza mehr, stattdessen eine Kooperation mit dem nahegelegenen Restaurant. Außenmöblierung, Poetry Slam, ein gemeinschaftliches Hochbeet, Kleidertausch – das Konfus geht mit der Zeit und bleibt doch ein Klassiker.

Für die Jungen Gerlinger spielt das Konfus eine wichtige Rolle. Wir mieten die Räume für Fraktions- und Ressortsitzungen – und laden auch manch prominenten Gast dorthin ein. Der erste Besuch unseres aktuellen Bürgermeisters bei der JG-Fraktion? Natürlich im Konfus. Inzwischen war ich vielleicht fast ebenso oft im Auftrag der Jungen Gerlinger wie privat im Konfus. Trotzdem genieße ich die Zeit dort immer. Denn eines hat mich im Konfus immer besonders beeindruckt: Es ist einer der wenigen Orte, an dem man einfach so vorbeischauen kann, ohne sich mit jemandem zu verabreden. Wer ist heute da? Egal! Im Konfus gibt es immer einen Tisch, an dem man sich dazu setzen kann.“
Judith Stürmer, 26 Jahre